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Neuer Nissan Leaf: So fährt er sich 05.02.2018

Der elektrische Komfort-Gleiter startet in Neuauflage: Solide, stark, gute Reichweite und voller Ideen.


Preis, Reichweite, Ladestruktur – das sind nun einmal die E-Auto-Kriterien und den Nissan-Leuten muss man zugestehen, dass sie bei der Neuauflage ihres E-Bestsellers Leaf sehr effektiv an vielen Knöpfen gedreht haben.
Das beginnt damit, dass zwischen 
E 32.950,– und E 38.300,– (Visia bis Tecna) keine skurrile Elektrokiste angeboten wird, sondern ein modernes, fair kalkuliertes Viereinhalbmeter-Auto in ansprechendem Design mit ordent-lichem 435-Liter-Kofferraum.
Die Aufwertung der Batterien von 
30 auf 40 kWh, der Leistung von 80 auf 110 kW, ermöglicht den Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,9 Sekunden. Aber viel wichtiger ist, dass hier ein E-Auto steht, mit dem man auch unter widrigsten Umständen ohne Zitterpartie von Wien nach Graz oder Linz fahren kann oder von Wien aus auf den Semmering und wieder zurück.


Der neue, realistische WLTP-Test verspricht im City-Cycle sogar 415 Kilometer, aber auch das echt lautlose Dahingleiten bei 110 bis 120 km/h kann die Batterie wenig beeindrucken. Eher schon steile Bergauf-Passagen wie bei ersten Probekilometern auf Teneriffa 
in Richtung Teide.


Beeindruckend jedenfalls, was Nissan auch sonst am Leaf nachgeschärft hat: Klare, mühelose Bedienung (Wermutstropfen: das Lenkrad ist nur höhenverstellbar), Assistenten, basie-
rend auf Radar und Kameras, wie sie vor Kurzem noch in der Luxusklasse kaum denkbar waren. Mit dem sehr erzieherischen „Propilot” geht es auf der Autobahn schon deutlich in Richtung autonomes Fahren samt Überholassistenz und Driver Monitoring, der „Propilot Park”, der quer, längs vor und  retour selbstständig einparkt, gibt sich noch etwas fummelig, aber das E-Pedal, mit dem man ohne zu bremsen nur mit der E-Maschine bis zum Stillstand verzögern kann, ist eine ganz feine Sache. Dass es zu Apple CarPlay und Android noch eine Nissan-Connect-App gibt, mit der via Handy die Klimaanlage aktiviert und der Batteriestatus überprüft werden kann, sei auch erwähnt.


Insgesamt ergibt sich bei tiefem Schwerpunkt und sauberer Abstimmung der Gesamteindruck von völlig entspanntem Autofahren. Fast logisch, dass in Österreich schon 640 Bestellungen vorliegen.