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Andere Länder, andere Gesetze 28.05.2018

Reiseländer. Was Sie auf der Fahrt an Ihr Urlaubziel wissen sollten.


Reisepass  oder Personalausweis:  Ein Reisepass oder Personalausweis gehört auf jeden Fall ins Reisegepäck. Für die meisten Nachbarländer (Deutschland, Italien, Kroatien, Liechtenstein, Slowenien, Ungarn) kann der Reisepass für österreichische Staatsbürger bis zu 5 Jahre abgelaufen sein. Für Tschechien und die Slowakei muss der Reisepass gültig sein. Für die Einreise in alle EU-Staaten ist auch ein gültiger Personalausweis möglich.  In Serbien muss der Reisepass noch bis zur Ausreise gültig sein, in  Montenegro noch 3 Monate nach der Ausreise. In Mazedonien braucht man einen gültigen Reisepass.  Auch wenn es keine direkten Grenzkontrollen durch Schengen gibt wie in der Slowakei, Slowenien, Ungarn, Tschechien und Italien ist unbedingt ein Reisedokument (Reisepass oder Personalausweis) mitzuführen, da man sich auch im Landesinneren bei Kontrollen damit ausweisen muss.

Türkei -Visum:  Für die Einreise benötigen Österreicher weiter ein Visum.  Erhältlich ist dieses Visum  elektronisch unter https://www.evisa.gov.tr/de.  Die Kosten betragen hier 20 US-Dollar (ca. EUR 16,-). Auch am Flughafen ist das Visum erhältlich und kostet etwa 26 Euro. Bei der Einreise mit dem eigenen Pkw braucht man eine erweiterte Grüne Versicherungskarte.  Diese ist bei der jeweiligen Haftpflichtversicherung erhältlich. Unbedingt darauf achten, dass das Länderkürzel TR darauf nicht durchgestrichen ist. Bei der Einreise wird das Kfz in den Reisepass des Lenkers eingetragen

Reisepass für Kindern und Vollmacht:  Kinder, egal welchen Alters,  benötigen einen Reisepass. Kinderreisepässe (bis zum einem Altern von 12 Jahren) müssen in jedem Land (auch dort wo für Erwachsene der Reisepass abgelaufen sein darf)  auf jeden Fall gültig sein. Bei der Mitnahme von fremden Kindern ist eine Vollmacht notwendig. Diese ist in Englisch beim ARBÖ erhältlich.

Grüne Versicherungskarte:  Die Grüne Versicherungskarte ist für Italien nicht vorgeschrieben aber von Carabinieri noch immer gerne gesehen. Daher empfehlen wir die Mitnahme. Die Grüne Versicherungskarte ist für Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kosova, Mazedonien, Montenegro, Rumänien,  Russland (mit dem Kürzel RUS), der Ukraine,  Weißrussland (Belarus) vorgeschrieben. In Serbien und der Tschechischen Republik ist die GK dringend empfohlen. In allen anderen europäischen Ländern ist die Mitnahme zu empfehlen. In der Türkei ist die erweitere Grüne Versicherungskarte vorgeschrieben. Erhältlich ist die GK bei der eigenen Haftpflichtversicherung.

Ersatzlampenset & Licht am Tag: In Albanien, Italien,  Kroatien, der Slowakei Slowenien der Tschechischen Republik und Ungarn ist das Mitführen eines Ersatzlampensets Pflicht. Ausgenommen von der Ersatzlampenpflicht sind Fahrzeuge mit Xenon- oder LED-Scheinwerfern. In den genannten Ländern gilt auch Licht am Tag. Weiters gilt Licht am Tag auch in  Bulgarien,  Finnland, Norwegen, Mazedonien, Montenegro,  Polen, Rumänien (außerorts), Russischen Föderation, Schweden, der Schweiz, Serbien und der Ukraine (zwischen 1. Oktober und 30. April Lichtpflicht).

Maut in Deutschland:  Die Pkw-Maut in Deutschland ist zwar geplant, laut deutschem Verkehrsminister sollte die Maut auf jeden Fall in der aktuellen Gesetzgebungsperiode kommen. Sie ist aber noch nicht in Kraft. Derzeit sind deutsche Autobahnen und zahlreichen Bundesstraßen für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen mautpflichtig. Die Maut berechnet sich nach Kilometern, Achszahl und Abgasklasse, ähnlich wie die Lkw-Maut in Österreich. Genauere Informationen über www.toll-collect.de

Mautpflicht in den anderen Nachbarländern: In Italien und Kroatien werden die Autobahnen streckenbezogenen bemautet. Hier gibt es die Mautstellen an den Autobahnen. Es gibt hier auch elektronische Bezahlungskarten (Italien VIA-Card [beim ARBÖ erhältlich] oder Autopass in Kroatien ETC). In Kroatien sind die Mautpreise zwischen Juni und September in der Regel 10 bis 15 Prozent höher. Man kann die Mautgebühren in diesem Zeitraum auch per Euro bezahlen, bekommt aber in der Regel Kuna zurück.

In Ungarn und der Slowakei gelten elektronische Vignetten in unterschiedlichster Ausführung (10-Tages-Vignetten, Monats- oder Jahresvignetten). In Ungarn gibt es eine Jahres-Komitats-Vignette. In der Tschechischen Republik, der Schweiz sowie Slowenien gibt es ausschließlich Klebevignetten. Diese sind auch teilweise beim ARBÖ erhältlich. In der Tschechischen Republik gibt es 10-Tages-Vignetten, Monatsvignetten und in der Schweiz gibt es nur  die Jahresvignetten (CHF 40,-/ EUR 35,75).  Gespannfahren benötigen zwei Vignetten (Zugfahrzeug und Anhänger)  In Slowenien gibt es 7-Tages-Vignetten, Montagsvignetten (für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen), 6-Monats-Vignetten  (für Motorräder) und Jahresvignetten.

Warnwesten:  Warnwestenpflicht für alle Insassen und auch Mitführpflicht gilt in Albanien, Belgien,  Bosnien-Herzegowina, Deutschland Estland,  Frankreich, Finnland,  Italien, Kosovo,  Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Mazedonien, Montenegro, Norwegen, Polen, Rumänien,  Serbien,  der Slowakei (grüne Warnwesten verboten) Slowenien, der Tschechischen Republik und der Türkei.  In Deutschland müssen Lenker von Fahrzeugen über 3,5 Tonnen eine tragbare und gelblinkende Warnleuchte mitführen.

Abgelaufenes „Pickerl”: Grundsätzlich gilt, dass die Paragraph 57a-Überprüfung in allen EU- und EWR-Staaten anerkannt wird. Auch in allen anderen Unterzeichner-Staaten der UN-Abkommen über den Straßenverkehr (Paris, Genf von 1949 und Wien von 1968) müsste die Überprüfung anerkannt werden.  Die in Österreich gesetzlich geregelte Überziehungsfrist ist international nirgendwo festgelegt und muss nicht anerkannt werden. Vor allem in Kroatien, der Slowakei, Slowenien und der Tschechischen Republik ist ein abgelaufenes "Pickerl" ein absolutes "No-Go", da immer wieder von saftigen Strafen berichtet wird. In Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein sowie Italien werden abgelaufene Pickerl in der Regel geduldet.

 

 

Kuriose und spezielle Gesetze im Ausland:

In Rom ist das Essen vor der Spanischen Treppe oder dem Trevi-Brunnen verboten. Grundlage ist eine Verordnung der Stadtverwaltung aus dem Jahr 2012, die verbietet in der Altstadt zu lagern oder Notunterkünfte zu errichten oder anzuhalten, um zu essen oder trinken. Die Geldstrafen können zwischen 25 und 500 Euro betragen. 

Casanovas aufgepasst! In der Stadt Eboli (Region Kampanien) werden für Küssen im Auto 500,- Euro Bußgeld eingehoben.

Belgien: Wenn ein Autofahrer trotz Gegenverkehr wenden will oder muss, hat er solange Vorfahrt, bis er die Geschwindigkeit verringert oder anhält.

In der Schweiz ist das laute Zuknallen von Fahrzeugtüren verboten. Der Artikel 33 der Verkehrsregelverordnung sieht vor, dass Fahrzeugführer, Mitfahrende und Hilfspersonen namentlich in Wohn- und Erholungsgebieten und nachts, keinen vermeidbaren Lärm erzeugen dürfen. Untersagt sind beispielsweise andauerndes, unsachgemäßes Benützen des Anlassers und unnötiges Vorwärmen und Laufenlassen des Motors stillstehender Fahrzeuge, hohe Drehzahlen des Motors im Leerlauf oder beim Fahren in niedrigen Gängen, zu schnelles Beschleunigen des Fahrzeugs; fortgesetztes unnötiges Herumfahren in Ortschaften oder zu schnelles Fahren, unsorgfältiges Be-und Entladen von Fahrzeugen sowie Mitführen von Kannen und ähnlichen lärmerzeugenden Ladungen ohne Befestigung oder Zwischenlagen, Zuschlagen von Wagentüren, Motorhauben, Kofferdeckeln und dgl.; Störungen durch Radioapparate und andere Tonwiedergabegeräte, die im Fahrzeug eingebaut sind oder mitgeführt werden.

In Griechenland ist das Rauchen im Auto verboten, wenn Kinder unter 12 Jahren im Auto sitzen. Bei Nichtbeachtung gibt es rund 1200 Euro Strafe.

Wer in Spanien die Verkehrstrafen  innerhalb von 20  Tagen nach Erhalt des Strafzettels bezahlt, erhält vom Staat 50 Prozent Rabatt.

Noch einige Kuriositäten aus den USA:
• In Alabama ist es verboten mit verbundenen Augen mit dem Auto zu fahren.
• In Derby, Kansas ist  nicht erlaubt  die Reifen quietschen zu lassen.
• In Massachusetts ist es illegal einen Gorilla am Rücksitz zu transportieren.