News

Goldene Stadt ganz aktuell 25.09.2018

Der Altstädter Ring in Prag mit seiner beeindruckenden Architektur.

Bier als Nationalgetränk.

Die berühmte Karlsbrücke mit ihren Heiligenstatuen.

Prag ist immer eine Reise wert, im Jubiläumsjahr 1968 mehr denn je. Die sieben besten Gründe für einen Besuch der tschechischen Metropole.


Genau vor 100 Jahren, am 28. Oktober 1918, wurde die Tschechoslowakische  Republik und Prag als ihre Hauptstadt ausgerufen. 2018 bringt aber auch den 50. Jahrestag des Prager Frühlings und der Sowjet-Besatzung zur Unterbindung der Gegenrevolution (1968). Nach dem Ende des Kommunismus‘ (1989) wurde 1993 (also vor 25 Jahren) unter Präsident Václav Havel die Tschechoslowakei in zwei neue Staaten geteilt.

Jubiläumsjahr 1968. Allessamt historische Jubiläen, die die Nationalidentität maßgeblich prägten. Da heißte es innehalten, nachdenken – aber auch feiern. Zahlreiche Events, Themenführungen, Stadtspaziergänge, Konzerte, Ausstellungen und Paraden laden bis weit in das Jahr 2019 hinein zum Entdecken der Geschichte ein. Einen sehr guten Überblick liefert die Broschüre „Prag 1918 – 2018: Orte, Veranstaltungen, Geschichten” (www.prague.eu/tschechoslowakei).


3D Lehrbuch der Architektur. Romanische Kirchen, gotische Dome, barocke Paläste und Gärten, mondäne Jugendstil-Bauten und geradliniger Kubismus: die architektonische Vielfalt von Prag ist weltweit einzigartig! Was wäre die „Goldene Stadt” ohne Prager Burg, ohne gotischen St.-Veits-Dom, ohne Karlsbrücke mit ihren 30 barocken Heiligenstatuen, ohne Altstädter Rathaus mit der berühmten Astronomischen Uhr oder ohne Judenstadt mit der Altneu-Synagoge? Ikonen der modernen Architektur sind die kubistische Villa Kovarovic, das „tanzende Haus” von Stararchitekt Frank Gehry oder die Nationale Technische Bücherei.


Musikstadt. Nicht nur Liebhaber klassischer Musik, auch Fans von Rock, Pop oder alternativen Musikrichtungen kommen in Prag auf ihre Kosten. Letztere dürfen keinesfalls die berühmten Klubs wie Roxy, Akropolis, Cross oder den multimedialen Raum MeetFactory auslassen. Im vierstöckige Klub „Karlovy lázne” ist jedes Stockwerk einem anderen Musikstil gewidmet.


Wohl bekomm’s! Bier ist in Prag so süffig wie sonst nirgendwo! Eine große Auswahl gibt’s in der Braustube „Zu den bösen Zeiten” („Pivnice Zlýcasy”) im Stadtteil Nusle. Aus 24 Zapfhähnen rinnen hier Biere aus verschiedenen Brauereien der Tschechischen Republik sowie aus dem angrenzenden Ausland. Flaschenbiere sind aus aller Welt erhältlich. Traditionsreiche Bierstuben, in denen die Zeit stehen geblieben scheint, sind das U Jelínku oder das U Fleku. Kleine Brauereien wie das „Pivovarský dum” („Brauereihaus”), „Bevnovský klášterní pivovar sv. Vojtecha” (Klosterbrauerei des Heiligen Vojtech) oder „Klášterní pivovar Strahov” (Klosterbrauerei Strahov) werden immer beliebter.


Moldau als Seele der Stadt. Was wäre Prag ohne der viel besungenen Moldau? Allein in der Hauptstadt erstrecken sich dreißig Brücken über den Fluss und ihr Wasser umarmt zehn Inseln. Die Moldau lässt sich hautnah erleben und mit Dampfern, Schiffchen oder Tretbooten befahren. Die mittelalterliche Karlsbrücke sowie die eiserne Brücke mit Blick auf die Burg Vyšehrad bestimmen die Prag-Silhouette. Am Moldau-Quai „Vltavská náplavka” wird flaniert, gesportelt und es finden Bauern- und Flohmärkte statt.


Kaffeehaus-Tradition: In Prag atmen die ehrwürdigen Cafés noch mehr Geschichte als in Wien – und sind meist untrennbar mit bestimmten Persönlichkeiten verwoben. Das berühmte Künstlercafé Slavia im Stil der 1930er-Jahre am Ufer der Moldau war Treffpunkt von Autoren wie Karel Capek, Jaroslav Seifert oder später auch von Václav Havel. Die avantgardistische tschechische Künstlervereinigung „Devetsil” („Pestwurz”) traf sich hier. Ein Überbleibsel der goldenen Slavia-Jahre ist das von 1901 stammende Jugendstilgemälde „Der Absinth-Trinker” von Viktor Oliva. Weitere beliebte Kaffeehäuser sind das Café Louvre, das Grand Café Orient, das Café Savoy oder Café Imperial.


Prag von oben. Die tschechische Metropole trägt zwar den Beinamen „Stadt der hundert Türme”, in Wahrheit sind es aber rund eintausend Himmelsstürmer. Herrliche Ausblicke auf das Herz Prags bietet der Wendelgang am Turm des Altstädter Rathauses. Dem Turm des St. Veits-Doms liegen die Dächer der Kleinseite zu Füßen. Tolle Panoramablicke bieten auch der Aussichtsturm am Laurenziberg („Petrínská rozhledna”) oder die Vyšehrader Befestigungsanlage. Übrigens: Der Beiname „Goldene Stadt” bezieht sich angeblich auf die Sandsteintürme, die bei Sonnen in verschiedenen Goldtönen schimmern.

 

Infos Prag

www.prague.eu/de,
www.czechtourism.com/de
Reise-Tipp: Busreise „Prag – im Gedenken an 1968”, Termin: 14. bis 16. Dezember 2018; ab 199 Euro. Zu finden im Internet auf www.arboe.at/reisen