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Catch the Arrow: Skoda stellt Weltrekord auf 27.08.2018

Skoda Österreich stellt Weltrekord auf und fängt einen fliegenden Pfeil aus einem fahrenden Auto. Der offizielle Weltrekord wurde kürzlich am Militärflughafen in Zeltweg/Steiermark realisiert.


Das Vorhaben klingt denkbar unmöglich: Ein Pfeil wird von einer Bogenschützin abgefeuert und von einem fahrenden Auto aus mit bloßer Hand gefangen. Der Pfeil fliegt mit einer Geschwindigkeit von rund 215 km/h. Der Parabelflug des Pfeils erschwert die Sache zusätzlich: Von den 70 Metern Schussweite verbleiben nur rund 30 Meter, in denen der Pfeil auf Höhe des Fahrzeugs fliegt und der Fänger die Möglichkeit hat, den Pfeil aus der Luft zu greifen.

215 km/h, 60 Meter pro Sekunde: Genauso schnell muss das Auto bereits an der Bogenschützin vorbeifahren, damit Fahrzeug und Pfeil auf gleicher Höhe sind und der Fänger überhaupt die Chance hat, den Pfeil zu fangen. Bruchteile von Sekunden trennen das Unterfangen von Erfolg und Misserfolg. Im Vorfeld des Projektes konnten selbst PhysikerInnen keine solide Prognose abgeben, ob das Vorhaben gelingen kann.

Catch the Arrow: Guinness World Record-Titel
Dieser Weltrekord schlägt ein neues Kapitel auf, da es keinen bestehenden Rekord zu brechen galt, sondern einen völlig neuen Rekord bedeutet. Die Vorgaben von Guinness World Records lauteten: Der Pfeil muss mindestens 40 Meter von der Schützin entfernt aus der Luft mit bloßer Hand gefangen werden. Dabei darf der Pfeil nicht das Auto berühren oder gegen das Auto gedrückt werden.
 
Der Pfeil wurde schließlich nach 57,50 Metern bei einer Geschwindigkeit von rund 215 km/h aus dem Panoramaschiebedach eines serienmäßigen Octavia RS 245 gefangen. Der Weltrekord wurde kürzlich in Anwesenheit von Guinness World Records-Richterin Lucia Sinigagliesi auf der Start-Landebahn des Fliegerhorstes in Zeltweg realisiert. Die Guinness World Records-Richtlinien sahen auch eine Bestätigung durch anwesende Zeugen vor.
 
Die Bogenschützin, Laurence Baldauff, hat Österreich bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 vertreten. Sie schießt mit einem Recurve-Bogen und speziellen Pfeilen, die perfekt auf sie abgestimmt sind. Selbst nach 300 Schüssen trifft sie auf 70 Metern Entfernung eine Fläche, so groß wie ein Dessertteller. Ihre Aufgabe klingt unmöglich. Sie muss Ruhe bewahren, wenn der Octavia mit 215 km/h nur rund 1,5 Meter an ihr vorbeirast. Für gewöhnlich schießen Bogenschützen nicht nach Ansage. Sie muss aber mit ihrem Recurve-Bogen mit einer Zugkraft von 40,5 lbs (18,3kg) aufgespannt und voll konzentriert warten, bis das Auto auf ihrer Höhe ist, um dann im richtigen Moment den 68 Zentimeter langen Pfeil von der Sehne zu lassen. Baldauff: „Gleich nach dem Abschuss habe ich es irgendwie gespürt. Der Octavia war direkt neben mir, als der Pfeil von der Sehne schoss. Das Timing war perfekt, ich konnte aber nicht erkennen, ob er ihn tatsächlich gefangen hatte. Erst als das komplette Team schreiend auf mich und Markus zu rannte, wusste ich, wir haben es geschafft, Weltrekord!“
 
Der Fänger, Markus Haas, ist Ringer-Trainer und ehemaliger Kampfsportler. Durch seine Sportarten hat er sich reaktionsschnelle Augen und eine Rohkraft in Rücken und Armen antrainiert, sodass er seinen gestreckten Arm bei 220 km/h ruhig aus dem Schiebedach halten kann. Wenn er mit bis zu 220 km/h an Laurence vorbeifährt, sieht er den Pfeil unerreichbar für ihn in den Parabelflug aufsteigen. Die Chance, ihn aus der Luft abzugreifen, hat er erst am Ende des Fluges, nach rund 50 Metern. Bei 215 km/h legt man rund 60 Meter pro Sekunde zurück - der Pfeil, den er dabei fest im Auge behalten muss, ist nur 68 Zentimeter lang. Ein Helm würde sein Sichtfeld zu sehr einschränken, daher trägt er beim Rekordversuch eine Schutzbrille. Zum Schutz gegen Insekten, die bei dieser hohen Geschwindigkeit unangenehm ins Gesicht peitschen, hat er lediglich ein weißes Tuch um Mund und Nase gebunden. Luftwiderstand, Fokus, Reaktion, Stress, Druck – alles bündelt sich in einem kurzen Zupacken.

Markus Haas: „Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich. Du siehst den Pfeil, der gerade einmal 0,9 Sekunden von Laurence zur Zielscheibe braucht, direkt neben dir fliegen, so als würde die Zeit stillstehen. Ich wusste sofort, dass diesmal alles passt. Timing, Geschwindigkeit, Wind. Der Pfeil flog etwa zwei Meter vor mir, als wir an Laurence vorbeifuhren. Ich streckte die Hand aus und sah, wie er langsam neben mir runterkam. Jetzt die Nerven bewahren, dachte ich mir, genau dafür haben wir uns monatelang vorbeibereitet. Ich packte zu und spürte die Metallspitze in meiner Hand. Da wusste ich, wir haben es geschafft. Wir haben den Weltrekord!“
 
Max Egger, Geschäftsführer von Skoda Österreich: „Dieser Weltrekord ist eine beispiellose Teamleistung. Da muss einfach alles zusammenpassen. Ohne Leidenschaft und Ehrgeiz geht nichts. Niemals aufgeben heißt die Devise. Dass das allesamt gelebte Werte sind, die die gesamte Skoda-Organisation in Österreich auszeichnen, freut mich besonders. Ich bin sehr stolz, dass wir dieses auf den ersten Blick unmögliche Vorhaben geschafft haben.“
 
Gregor Waidacher, Markenkommunikation Skoda und Initiator von Catch the Arrow: „Beim Rekordversuch ging es emotional und dramatisch zu. Catch the Arrow entschied sich bei hoher Geschwindigkeit im Zentimeter- und Hundertstelsekundenbereich. Höchste Anspannung und Konzentration lag am Rekordtag in der Luft. Umso größer war der Jubel, als der Pfeil im perfekten Teamzusammenspiel gefangen wurde. Eine großartige Leistung der Athleten und des gesamten Teams! Dass es Skoda, der Marke mit dem geflügelten Pfeil im Logo, gelingt, diesen Weltrekord umzusetzen, macht diese spannende Geschichte einzigartig.“
 

Das Video dazu finden Sie hier.