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Neues aus der Winterwunderwelt 30.11.2016

Pisten & Loipen. St. Anton und Lech-Zürs am Arlberg wachsen zusammen,

spektakuläre Liftneubauten für mehr Komfort und beschauliche Angebote

abseits der Piste: Die kommende Wintersaison bringt viele Neuheiten.


Was Gott durch einen Berg ge trennt hat, soll der Mensch nicht verbinden“, witzelten - die Tiroler und Vorarlberger stets. Doch jetzt ist es auf der Piste passiert: Mit Beginn der Wintersaison 2016/17 sind die beiden Skigebiete am Arlberg – St. Anton und Lech-Zürs – mit vier neuen Skiliften verbunden. Aus dem Arlberg wird so das größte Skigebiet Österreichs und das fünftgrößte der Welt (305 km Pisten, 87 Bergbahnen, 200 km Tiefschneerouten). Herzstück ist die neue Flexenbahn: Die 1,8 km lange Umlaufbahn mit 47 beheizten 10er-Gondeln verbindet Stuben/Alpe Rauz mit Zürs. Zusätzlich ersetzen zwei neue Gondelbahnen die in die Jahre gekommene Trittkopfbahn in Zürs und Stuben erhält mit der Albonabahn II direkten Anschluss zur Alpe Rauz. Neue Pisten gibt es keine, die Verbindung ist rein lifttechnisch. Die Skibusse werden eingestellt, das erspart der Umwelt 120 Busfahrten pro Tag! Dank Zusammenschluss entsteht die neue Arlberg-Skirunde „Run of Fame“: Mit 65 Abfahrtskilometern ist sie eine echte Herausforderung! (www.skiarlberg.at, www.arlberg.net). News aus Tirol. Sölden kündigt eine neue Dimension von Kapazität und Komfort an. 4500 Personen pro Stunde, 134 Kabinen, neun Minuten Fahrzeit von 1362 auf 2283 m Seehöhe: Das bewerkstelligt die neue 10er-Einseilumlaufbahn aufs Giggijoch. Die Bahn ist nicht nur technisch außergewöhnlich, sondern mit der transluzenten Bergstation auch ein architektonisches Meisterwerk (www.soelden.com). Auch das Stubaital freut sich über ein neues Highlight: Die Eisgrat-Bahn, die längste Dreiseil-Umlaufbahn der Alpen, ging Ende Oktober in Betrieb. Die 4,7 Kilometer zur Bergstation am Stubaier Gletscher (1695 bis 2900 m) werden in elf Minuten überwunden. Für edles Design sorgte Pininfarina, die Kabinen erfreuen mit Echtledersitzen und WLAN. Satte 60,6 Millionen Euro kostet die neue Bahn – das ist die größte je getätigte Investitionssumme in Österreich in eine einzelne Liftanlage! (www.stubaier-gletscher.com).

Salzburg und Kärnten. Über den Tälerrand hinaus blicken ist die neue Devise der Schmittenhöhe in Zell am See im Salzburger Land: Dank der neuen Kabinenbahn „zellamseeXpress“ und einer 3,5 Kilometer langen Talabfahrt gelangen Pistenfans nun vom Zeller Skiberg hinunter ins Glemmtal (Viehhofen). In sechs „Jukeboxx-Gondeln“ (Weltneuheit!) können während der Fahrt Songs runtergeladen werden. Heuer wird die obere Sektion realisiert, die Verlängerung ins Tal folgt (www.schmitten.at). Die Turracher Höhe (Grenzgebiet Kärnten/Steiermark) investiert 16 Mio. Euro in die Skigebietserweiterung. Im Vorjahr wurden die Schafalmbahn (Sesselbahn), vier neue Abfahrten und ein Speicherteich realisiert, heuer kommt eine weitere Abfahrt dazu (www.turracherhoehe.at).

Die Kehrseite der Megainvestitionen sind stetig steigende Skipass-Preise – heuer konkret um 2,8 Prozent (laut Internetportal Snowplaza). In Österreichs Top-Skigebieten kostet der 6-Tages-Pass mittlerweile 242 Euro im Durchschnitt, am teuersten ist Sölden mit 269 Euro. Spartipp: Auf der Onlineplattform Yodelyou (https://ski.yodelyou.com) bekommt man für viele Skigebiete Österreichs Online-Tickets um bis zu 50 Prozent ermäßigt – zumindest für wenig frequentierte Nebensaisonzeiten.

Abseits der Piste. Der Winter findet nicht nur auf der Skipiste statt – auch für Anhänger des alternativen Schneevergnügens gibt’s Neuigkeiten. In Kals ist der neue Eispark Osttirol (der größte künstliche Eisklettergarten des Landes) ein Anlaufpunkt für interessierte Neulinge und Szenetreff für Könner (www.bergsport-osttirol.at). Sicher durchs Backcountry: Die neue Lehr-Skitour „Atomic Mountain Academy Tour Gnadenalm“ in Obertauern informiert über Planung, Ausrüstung, Verhaltensweisen und Technik im freien Gelände. Das neue Wissen ist im wahrsten Sinn des Wortes lebenswichtig (www.mountainacademy.atomic.

com/de). Auch die Aflenzer Bürgeralm (Steiermark) realisiert ein SkitourenAnfängerzentrum samt AusrüstungsVerleih. Auf der Turrach gibt’s vier Hundepfoten – oder viele PS: Neu hier sind Schlittenhunde-Workshops sowie geführte Motorschlittentouren durch die Nockberge (www.turracherhoehe.at, www.snow mobiling.at).

Sollte der Winter gar nicht kommen, hat sich Puchberg am Schneeberg (NÖ) schneeunabhängig gemacht: Die Wunderwiese im Kinderskiland ist ein 5000 m2 großer Hang aus Kunststoffmatten, der mit normalen Ski befahren werden kann, per Förderband geht’s hinauf zum Start (www.wunderwiese.at).