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Kia Picanto 1,2 MPI GT-Line 24.11.2017

Volle Hütte in der kleinen Kiste


Mehr Spaß, mehr Raum, mehr Komfort. In der aktuellen Generation legt sich der Kia Picanto ins Zeug und will – optisch geschärft – scheinbar auch der männlichen Kundschaft gefallen.

Zugegeben, in der von uns gefahrenen GT-Line-Ausstattung markiert er nicht gerade das Volumenmodell. Wer kauft sich schon dreieinhalbmeter Kleinwagen um knapp 16.000 Euro? Auf der Habensseite kann man aber ordentlich Komfort-Goodies verbuchen, die man in dieser Klasse schon suchen muss. An einem bitterkalten Morgen die klammen Hände am wohlig warmen Lenkrad aufwärmen – das hat was. Natürlich inklusive Sitzheizung. Dazu modernstes Infotainment mit Telefonkopplung, Musikstreaming und Navi - steuerbar via Sieben-Zoll-Touchscreen – bis hin zum induktiven Handy-Laden. Sicherheitstechnisch gibt’s sogar einen Notbrems-Assistenten mit an Bord, das ist Serie. Ein wertvoller Rettungsanker im dichten Stadtverkehr. Und hier spielt der Picanto seine Stärken aus. Agil und wendig passt er selbst in engste Parklücken, die Rückfahrkamera hilft, ist aber nicht zwingend erforderlich.

Auch außerhalb der Großstadt sammelt er Punkte. Der 84-PS-Benziner zeigt sich tapfer, er zieht zwar nicht die Wurst vom Teller, ist aber alles andere als ein Verkehrshindernis. Theoretisch könnte der Vierzylinder den kleinen Koreaner (920 kg) mühelos über das gesetzliche Autobahnlimit stemmen. Flotter Vortrieb passiert jedoch ausschließlich mit höheren Drehzahlen, akustisch nicht ganz unauffällig. Dazu gefallen die knackige Schaltung und die präzise Lenkung. Wem das nicht reicht, der muss auf die 100-PS-Version warten.

255 Liter. Stolz ist man auf den vergrößerten Kofferraum (mit doppeltem Boden), der von 200 auf 255 Liter wuchs und damit die Latte in diesem Segment hoch legt. Auch der Platz in Reihe eins ist recht ordentlich, im Fond sollten Langbeinige hingegen nur kurze Strecken befördet werden. Aber ein Familienauto will der Picanto auch nicht sein. Dafür eine Empfehlung als modernes Stadtauto mit vielen Talenten und Preisen ab € 9890,– (Neon), die GT-Line kommt auf € 15.990,–, dafür mit „voller Hütte”.


Kia Picanto 1,2 GT-Line € 15.990,–


Motor: R4, Benziner, 1248 ccm
Leistung: 61,8 kW/84 PS
L/B/H: 3595/1595/1485 mm
Testverbrauch: 6,2 l/100 km
MVEG-Verbrauch*: 5,8/3,7/4,5 l/100 km
CO2-Emission: 104 g/km
0–100 km/h; Spitze: 12,0 s; 173 km/h
Kofferraum: 255/1010 Liter


ARBÖ-Fazit:

Plus: Umfangreiche Ausstattung, Fahrverhalten.
Minus: Kein sechster Gang.