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Bayerisch - steirisch – steyrisch 20.12.2016

Die neue 5er-Reihe von BMW.


Wenn Sie gut 50.000 Euro für knapp fünf Meter Auto abrufen können, ohne dass die Kinder darben, dann hat der BMW-Händler Ihres Vertrauens im Februar den neuen „Fünfer“ für Sie bereit. Die siebente Auflage der klassischen deutschen Business-Limousine, die seit 1972 gebaut wird, in der jetzt aber jede Menge Österreich schlummert: Was über die Vollauslastung im niederbayrischen Stammwerk Dingolfing hinaus geht, wird bei Magna in Graz produziert und der Großteil der angebotenen Motoren kommt aus der Produktion im oberösterreichischen Steyr.

Zum Markstart stehen übrigens zwei Vierzylinder zu Verfügung , der 520 d (140 kW/190 PS, ab 50.400 Euro) und der 530 i (185 kW/252 PS, ab 55.850 Euro) sowie zwei Sechszylinder, der 530 d xDrive (195 kW/265 PS, ab 62.450 Euro) und der 540 i xDrive (250 kW/340 PS, ab 69.800 Euro). Im März folgen dann Plug-in-Hybrid, ein besonders sparsames Efficient Dynamics-Modell und die scharfe M-Variante 550 i xDrive mit 462 PS, nur auf die Kombivariante „Touring“ wird man noch bis zum Sommer warten müssen.

Der Vollständigkeit halber sei auch gesagt: „Ab-Preise“ bedeuten bei BMW (wie auch  bei den anderen deutschen Premium-Herstellern), dass sich diese Summen bei hemmungslosem Ankreuzen der Extra-Listen nahezu verdoppeln lassen.

Damit zur Kernfrage: Wie fährt sich der neue Fünfer? Kurvengeil, und souverän wie immer, auch nach einem Wachstumsschub auf knapp fünf Meter Länge und drei Meter Radstand. Immerhin hat auch der Kofferraum um zehn auf 530 Liter Volumen zugelegt. Dass gegenüber dem Vorgänger-Modell trotzdem rund 100 Kilo an Gewicht eingespart bleiben, spricht für die gelungene Leichtbauweise bei BMW.

Ungeachtet aller Assistenzsystme bleibt der Bayern-Österreicher ein Auto, mit dem man wohl lieber selbst fährt als autonom geschaukelt zu werden. Dazu tragen auch  die drei wählbaren Fahrmodi bei, die sich deutlich unterscheiden, wie auch das um 70 Prozent vergrößerte Head-up-Display.

Wer in Zukunft heftig fuchtelnden Fünfer-Piloten begegnet, braucht nix Böses zu denken. Wie viele andere Luxusfeatures (Einparken und Funktionsabfragen per Schlüssel, Ausweich-Assistent bis 160 km/h und für selbständiges Überholen) hat auch die Gestensteuerung ihren Weg aus dem „Siebener“ in den „Fünfer“ gefunden. Doch auch die herkömmliche Bedienung des Bordcomputers ist weitgehend rätselfrei, und wer sich nicht scheut, seine Daten zumindest für BMW zugänglich machen, kann via „Connected Drive“ vom Auto aus auch alle Kontakte und Termine managen.

Bleibt unterm Strich eine gelungene Limousine auf dem Sprung in die neue Mobilitätswelt, die auch noch die Essenz am Spaß der alten mitnimmt.