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Botox in der Business-Class 29.07.2019

Audi hat den A4 geliftet. Und das in einer sichtbaren und sympathischen Weise.


Der A4 ist nichts anderes als eine Erfolgsgeschichte - so ist jeder fünfte ausgelieferte Audi ein A4. Dass das hier nicht die Zone für Designexperimente ist, liegt somit auf der Hand. Dennoch muss man Audi Komplimente machen: Dieses Facelift ist durchaus gelungen. An der Front duckt sich der Grill weiter nach unten, wurde etwas breiter gestaltet, seitlich funkeln die LED-Scheinwerfer, die optional auch als adaptiver Matrix-Version zu haben sind. An den Flanken fallen - besonders bei der Limousine - über den Radhäusern modellierte Sicken auf, heckseits gibt es einen neuen Diffusor sowie zusammenhängende Rückleuchten. Man will ja die Familienzugehörigkeit auch optisch herzeigen.
Im Innenraum ist der große Fortschritt nicht so offensichtlich. Auffallend sind der deutlich größere Bildschirm am Armaturenbrett, sowie der Wegfall des Dreh-Drück-Stellers. Der wird durch die Touch-Funktion des Bildschirms sowie der jüngsten Generation Sprachsteuerung mehr als nur kompensiert. Neu sind ebenso „Features on demand”, bei dem - analog zu Apps auf Smartphones - diverse Funktionen nur bei Bedarf freigeschalten werden können.
Unter der Haube werken sechs Turbomotoren, deren Leistungsbandbreite von 136 PS (30 TDI) bis 347 PS (S4 TDI) reicht. Bei den Benzinern reicht das Spektrum von 150 PS (35 TFSI) bis 245 PS (45 TFSI). Alle bis auf zwei Versionen sind mit einem 12V-Mildhybrid-System samt Riemenstartergenerator ausgerüstet, was dem Verbrauch dienlich sein soll. Der S4 verfügt sogar über ein 48V-Bordnetz, welches unter anderem einen elektrisch angetriebenen Verdichter antreibt, der das Turboloch kalmieren soll.
Preislich beginnt die A4-Limousine bei 38.000 Euro (35 TFSI), der Avant rollt in der selben Motorisierung ab 40.410 Euro vom Hof.