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Danke, dass es euch gibt! 30.08.2018

Schülerlotsen. Mehr als 3000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer leisten wertvolle Arbeit und machen den Schulweg sicherer. Wir sagen Danke!


Seit mehr als einem halben Jahr- hundert sorgen Schülerlotsen für Sicherheit im Umfeld unserer Schulen in ganz Österreich. Weit mehr als 3000 dieser ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind es, die gerade jetzt zu Schulbeginn wertvolle Arbeit leisten und darüber hinaus schon durch ihre Präsenz und die auffälligen Warnwesten dafür sorgen, dass die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer gesichert ist.

Der 13. November 1964 war die Geburtsstunde des österreichischen Schülerlotsendienstes. Nach zwei Jahren Vorbereitung traten die ersten 14 „Nothelfer“ – wie sie der damalige Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Haslinger be zeichnete – ihren Dienst vor der Hauptschule Lehen an. „Dass diese Schulwegsicherungsmaßnahme aus dem heutigen Verkehrsgeschehen nicht mehr wegzudenken ist, verdanken wir jenen Menschen, die damals – obwohl noch jede gesetzliche Grundlage fehlte – die Initiative für mehr Sicherheit ergriffen haben“, so Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV).

Gefahr Smartphone. Die Gefahren sind in den letzten 50 Jahren nicht kleiner geworden. Ganz im Gegenteil. Sie haben sich nur verändert. Heute laufen viele Kinder vom Smartphone abgelenkt über die Straße, viele Fahrzeuglenker ignorieren die Tempolimits – auch vor Schulen. azu kommen überfürsorgliche Eltern, die ihre Kleinen am liebsten per Auto direkt ins Klassenzimmer bringen würden und mit Haltemanövern direkt vor Schuleingängen oft für unübersichtliche Situationen sorgen.

Umso wichtiger sind gerade heute jene Menschen, die in diesem Bereich für Sicherheit sorgen. Grundsätzlich sind dabei zwei Gruppen zu unterscheiden: Schülerlotsen gemäß § 29 StVO und erwachsene SchulwegAufsichtsorgane gemäß § 97a StVO.

Beide Gruppen werden durch die heimische Exekutive geschult und über ihre Aufgaben, Rechte und Pfl ichten informiert. Sie sichern jeweils morgens und mittags – bei Schulbeginn bzw. Schulende – Schutzwege, indem sie Verkehrslücken abwarten, in denen sie die Schüler über die Fahrbahn leiten. Helle Kleidung und eine Warnweste mit refl ektierenden Streifen sowie ein Signalstab helfen dabei.

Schülerlotsen sind im Auftrag der Schuldirektion tätig, daher sind sie im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung für Schüler und Studenten versichert. Schulwegaufsichtsorgane (im Volksmund „Schulwegpolizisten“) sind meist Erwachsene – die Bandbreite reicht vom Zivildiener bis zum Pensionisten –, die im Auftrag der Behörde Schulweg-Sicherheitsdienst versehen. Diese Personen haben gemäß der gesetzlichen Regelung das Recht, Fahrzeuge anzuhalten. In der Ausbildung engagieren sich KFV, AUVA, Exekutive und Schulen gemeinsam.

Bleibt zu hoffen, dass die Bemühungenen aller Beteiligten auch in diesem Schuljahr einen weiteren Schritt zum Erfolg schaffen, denn das große Ziel ist klar defi niert: zero Unfälle auf dem Schulweg!