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Wildnis und Wasser nahe der Metropole 09.03.2018

Toronto: Blick von Toronto Islands auf die Metropole (Bild: Pixabay)

Altes Rathaus von Toronto

Berittene Polizei in Ottawa (Bild: Ottawa Tourism)

Die Niagara-Fälle liegen nur 1,5 Autostunden südlich von Toronto (Bild: Bildpixel-Pixelio.de)

Toronto, die große kanadische Metropole, begeistert nicht nur mit Kultur und toller Architektur, sondern auch mit seiner herrlichen Lage am gigantischen Ontariosee und viel Natur.


Der berühmte CN Tower in Toronto dominiert die Skyline der Millionenstadt, nur von einem einzigen Punkt aus sieht man ihn nicht: Nämlich dann, wenn man selbst auf der Aussichtsplattform der 553 Meter hohen, markanten Nadel steht. Wer sich das erste Mal unvorbereitet dem Wahrzeichen der kanadischen Metropole nähert, traut seinen Augen kaum: Außen dran, ganz oben in schwindelerregender Höhe schweben Menschen! Dieser absolute Nervenkitzel namens „Edge Walk“ ist äußerst begehrt: Schwindelfreie umrunden den Fernsehturn in 356 Meter Höhe (116. Stockwerk) - außen im Freien, auf einem 1,5 Meter breiten Sims ohne Geländer! Natürlich sind die Luftwandler mit einem Klettergurt und Spezialdrähten gesichert. Absoluter Nervenkitzel ist, sich nur am Seil baumelnd über die Mauerkante hinaus zu hängen.


Zweifelsohne gehört der Besuch des CN Towers zu jedem Toronto-Trip dazu - auch ohne „Edge Walk“. Von seinem Bau 1976 an war er 31 Jahre lang das höchste Bauwerk der Welt. Jährlich besuchen mehr als zwei Millionen Gäste die Aussichtsplattform oder das Restaurant in 351 Meter Höhe. Die Aussicht über den riesigen Ontario-See sowie die Stadt und den Großraum der kanadischen Metropole, in dem mit sieben Millionen 22 Prozent der Einwohner des zweitgrößten Staates der Erde leben – ist gigantisch! Toronto ist hipp und absolut angesagt. Das Kulturangebot ist breit. Toronto hat nach New York und London die größte Anzahl an Live-Bühnen und Theatern. Sowie großartige Museen. Etwa das ROM (Royal Ontario Museum) mit seiner verrückten Fassade des bekannten Architekten Daniel Libeskind oder die futuristische Art Gallery. Im nahen Bata Shoe Museum gibt’s zu bestaunen, was Menschen so an den Füßen tragen – bis hin zu den original Elton-John-Plateau-Glitzer-Schuhen.


Strandflair. Im Sommer pulsiert das Leben an der „Wave“ (der hypermodernen Hafenfront), auf den autofreien Toronto Islands (in wenige Minuten mit der Fähre erreichbar; sie bieten den besten Blick auf die Skyline) oder an den weitläufigen Stadtstränden am Lake Ontario – der in seiner Ausdehnung an ein Meer erinnert. Der endlose Himmel, die Wellen, die sandigen Strände und schließlich der Sonnenuntergang täuschen perfekt einen Ozean vor. Die Kostprobe allerdings beweist: Süßwasser!


Auch das weltberühmte Naturwunder der Niagara-Fälle liegt nur 1,5 Autostunden Richtung Süden. 200 Kilometer östlich von Toronto präsentiert sich die Ontario See-Halbinsel Prince Edward County mit einer Kanada-Idylle wie aus dem Bilderbuch: Hier scheinen alle Bewohner auf den Veranden ihrer pittoresken Holzhäuschen zu sitzen und Five-o-clock-Tea zu schlürfen. Das Klima ist im Sommer mild genug, dass neben Lavendel auch vorzügliche Weine reifen. Wie wir uns beispielsweise im Weingut Norman Hardie überzeugen konnten.


Nach weiteren 80 Kilometern Fahrt ist Kingston erreicht. Die Bewohner nennen ihre kleine City, die Mitte des 19. Jahrhunderts die Hauptstadt der größten britischen Kolonie Nordamerikas war, auch Limestone City. Zurecht: Zahlreiche historische Gebäude aus weißem Kalkstein gefallen, die ruhmvolle Vergangenheit ist heute noch an allen Ecken und Enden spürbar.


Der St.-Lorenz-Strom ist der Abfluss der großen nordamerikanischen Seen Richtung Atlantik. Wo der Ontario See endet und der gewaltige Wasserweg beginnt, liegt Kanadas kleinster Nationalpark: der 1.000 Island-Nationalpark, haarscharf an der Grenze zu den USA. Die wunderschöne Insellandschaft ähnlich der Schwedischen Schärenküste macht ihrem Namen alle Ehre. Als Insel gilt hier ein Eiland, das mindestens einen Baum trägt und an 365 Tage von Wasser umgeben ist. Laut Nationalpark trifft das auf exakt 989 idyllische Inselchen zu. Ein Naturparadies!


Der Rideau-Kanal (er wurde von 1826-32 erbaut und ist und UNESCO Welterbe) zweigt nordwärts vom St.-Lorenz-Strom ab. Über das Meisterwert der Technik gelangen Schiffe bis in die – im Gegensatz zu Toronto – nahezu provinziell wirkende Hauptstadt Ottawa. Auch sie ist überaus sehenswert – aber das ist eine andere Geschichte.

 


Reiseinfos:
www.ontariotravel.net/de 
(auch Tel. +49 89 689 06 38 37),
www.SeeTorontoNow.com,
www.ottawatourism.ca

Reisetipp:
Vom herbstlichen Kanada nach Kuba: Toronto, Niagara Fälle, Ontario See, Ottawa, Montreal und eine Kreuzfahrt mit der MS Hamburg nach Kuba (inkl. Bermuda und Bahamas); 18. Oktober bis 9. November 2018, ab 5.499 Euro. Gesehen bei KLUG Touristik (www.klugtouristik.com, www.regina-rivercruises.com).
Nähere Infos & Buchung: 
ARBÖ-Reisehotline 050-123-444.