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Gut gewürzt 26.04.2017

Schon gefahren: Neuer Kia Picanto.


Unser Kollege Carsten Hebenstreit von den OÖ Nachrichten ist 1,94 groß und recht kräftig gebaut. Das ist insofern von Bedeutung, als unser Freie Fahrt-Redakteur eine 43 Kilometer Reise in der zweiten Reihe des neuen KIA Picanto hinter Freund Carsten absolviert hat. Ohne  klaustrophobische Anfälle und Spätfolgen. Chapeau, Hut ab also vor der Raumplanung dieser dritten Auflage des kleinen Koreaners, der mit 3,6 Metern Länge nach wie vor alle Wendigkeitskriterien im Stadtverkehr erfüllt, aber dank verlängertem Radstand auch auf weiteren Strecken durchaus gute Figur macht und dazu noch gut aussieht.
Kia hat dabei offensichtlich auch sehr gekonnt auf weibliches Publikum gezielt, nicht nur beim Schminkspiegel, sondern recht umfassend: Sympathisches Kia-Gesicht an der Front, schicke Linienführung, sehr ordentliche Qualitätsanmutung und eine Ausstattung, die kaum Wünsche offen lässt, wenn man nicht gerade die Kampfpreis-Einstiegsvariante „Neon“ mit 67 PS  aus drei Zylindern knapp unter 10.000 Euro wählt. Aber selbst da sind Dinge wie höhenverstellbares Lenkrad, Lichtsensor, Radio und Sicherheitsausstattung schon inkludiert. Das lässt sich mit „Titan“, „Silber“ „Gold“ und im Extremfall bis zur „GT-Line“ mit entsprechender Optik noch um rund 5000 Euro steigern. Da fehlt dann kaum was von den Assistenen über Tempomat, Connectivity, Leder bis zum Navi mit sieben Zoll Bildschirm, zur Sitz- und Lenkradheizung und sogar zu abgedunkelten Scheiben. 84 PS kommen aus einem kultivierten Vierylinder mit 1248 ccm und das gut übersetzte manuelle Fünfgang-Getriebe ist jedenfalls der Viergang-Automatik vorzuziehen. Ein Dreizylinder Turbo mit 100 PS wird noch vor Jahresende nachgereicht, auf ein Dieselaggregat dagegen überhaupt verzichtet. Geht auch niemandem ab,  zumal sich der 84 PS-Motor beim ersten Kennenlernen in Barcelona mit einem Echtverbrauch von knapp über fünf Litern zufrieden gegeben hat.
Absolut solide und erwachsen auch das Fahrerlebnis: Der Picanto liegt gut, beschleunigt in 12 Sekunden von 0 auf 100 km/h und mit 173 km/h Spitze muss man ihn auch auf der Autobahn nicht schmerzhaft ausquetschen. Bleibt unterm Strich ein modernes, handliches Auto mit einem Kofferraum-Klassenbestwert von 255 Litern, das ganz sicher seine Fans findet.