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Ford Focus Traveller 1,5 EcoBoost Vignale 10.02.2019

Komfort-Kombi mit Sporttalent


Besser denn je ist der neue Ford Focus in der vierten Generation. Mehr Platz, mehr Komfort, mehr Assistenzsysteme. Auch die Talente bei Fahrwerk und Fahrverhalten liegen – Ford-like – auf Topniveau. Und so verwundert der Sieg des Focus beim Großen Österreichischen Automobil-Preis 2018 in der Kategorie „Start” nicht.

Geräumig. Besonders beliebt ist der Focus als Kombiversion Traveller. Die Kombivariante ist mit 4,67 Metern rund 30 Zentimeter länger als der Fünftürer, das ist in der Autowelt ein Hauseck. Der Raumgewinn im Inneren resultiert aus dem rund fünf Zentimeter längeren Radstand. Besonders im Fond ist das spürbar. Und der Laderaum ist mit 608 bis 1653 Litern (mit Reifenreparatur-Set) üppig geraten und mit der Durchreiche auch für Skifahrer interessant. In der von uns gefahrenen Edelvariante „Vignale” öffnet die Heckklappe sogar elektrisch und sensorgesteuert (optional, € 500,–).

Edel. Und wo „Vignale” draufsteht, ist auch „Vignale” drin: Der Innenraum gibt sich hochwertig und edel. Dunkles Leder auf Türen und Sitzen schafft eine noble Atmosphäre, das Cockpit ist aufgeräumt, die Ledersitze bieten guten Halt. Wer einen „Vignale” kauft, erhält zusätzlich zur üppigen Ausstattung (LED-Tagfahrlicht, Start-Stopp, zahlreiche Assistenten sind u. a. schon ab Basis in Serie) noch einen rundum nobleren Auftritt mit Dekorelementen, Leder, exklusive 17-Zoll-Alu-Räder, Head-up-Display, elektrisch verstellbaren Fahrersitz und exklusive „Vignale”-Dienste in der Ford-Werkstätte.

Drei Zylinder. Wer beim Focus einen Benziner wählt, kommt um den Dreizylinder nicht herum, Vierzylinder finden sich nur in der Dieselpalette. Der stärkere 1,5 EcoBoost kommt mit 150 oder 182 PS, in unserem Testwagen fand sich die Topvariante unter der Haube. Und als ob drei Zylinder nicht schon wenig genug wären, schaltet das Turbotriebwerk im Teillastbereich ein Häferl weg – in der Praxis unauffällig. Der Dreizylinder läuft seidenweich und zieht ohne spürbares Turboloch sauber durch (240 Nm) und dreht auch freudig hoch. Die angegebenen 5,5 Liter konnten wir aber nicht ganz erreichen: 7,5 Liter Testverbrauch sind angesichts dieser Leistung noch im Rahmen.

Der Focus macht Spaß: Wer den Fahrmodus von „Eco” oder „Normal” auf „ST” ändert, merkt das spontanere Ansprechen bei Gasbefehlen. Kurven und Kehren nimmt der Focus überaus willig dank sehr präziser und direkter Lenkung und Top-Fahrwerk mit MehrlenkerHinterachse. Statt dem 6-Gang-Schaltgetriebe kann man auch eine 8-GangAutomatik ordern, für den „Vignale” vielleicht passender.

Preislich startet der Focus Traveller bei € 21.500,– (1,0 l, 85 PS, Trend). Für den 1,5-l-EcoBoost mit 150 PS will der Händler mindestens € 28.500,– (Traveller, Titanium Business), die 150 PS sollten aber für Alltag und Familie durchaus passen. Die 182 PS gibt’s ausschließlich für „Vignale”, „Active Business” und „ST-Line Business”.

Fazit: Der Ford Focus ist rundum gelungen und mit hoher Wahrscheinlichkeit eines der sportlichsten Autos seiner Klasse. Und als geräumige Kombiversion obendrein noch praktisch und voll Familientauglich. Es muss aber nicht unbedingt die Topversion „Vignale” sein ...


Ford Focus Traveller 1,5 € 33.050,–


Motor: R3-Turbobenziner, 1499 ccm
Leistung: 134 kW/182 PS
L/B/H: 4672/1825/1469 mm
Testverbrauch: 7,5 l/100 km
MVEG-Verbrauch*: 7,0/4,6/5,4 l/100 km
CO2-Emission: 124 g/km
0–100 km/h; Spitze: 8,3 s; 222 km/h
Kofferraum: 608–1653 Liter


ARBÖ-Fazit:


Plus: Kultivierter Dreizylinder, Top-Fahrwerk, agiles Handling, geräumig als Kombi.
Minus: Kaum nennenswerte Schwächen.