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Kia Niro - Sauber, Mann 27.11.2016

Der schicke Crossover-Hybrid punktet als stimmiges Gesamtpaket und überrascht mit hohem Nutzwert. Wie er sich fährt.


Die Koreaner starten die Elekt rifizierung. Bis 2020 sollen 20 Modelle (von Kia und Hyundai) - verfügbar sein. Neben dem Optima ist der Niro nun das nächste Kia-Hybridmodell. Im Gegensatz zum LimousinenSchwesternmodell Ioniq (verwendet dieselbe Hybridtechnik wie der Niro) von Hyundai macht der Niro auf moderner Crossover und erfüllt punktgenau die Wünsche und Anforderungen des automobilen Mainstreams unserer Zeit: Schicke Karosse, etwas höher sitzen, dennoch kein klobiger Offroader, reichlich Platz für Familie und Gepäck – hier trifft sich die Summe aller Erwartungen in einem feschen, modernen Auto mit sparsamem Hybrid-Antrieb. Praktisch. Mit dieser brauchbaren Mischung aus hohem Kombi und zahmem SUV mit perfekter Größe geht einem im Alltag nichts ab. So schluckt das Niro-Heck 427 Liter, durch Umklappen der Rücksitze sind bis zu 1425 Liter nutzbar. Da kann er locker als Familienauto herhalten.

Innen wurde sauber angerichtet, die Verarbeitung ist Kia-like auf hohem Niveau, die Materialien wirken alles andere als billig. Es gibt großzügig Platz, selbst im Fond herrscht großzügige Beinfreiheit, auch nach oben zwickt es nicht. Pluspunkte gibt’s auch für das gut ablesbare und hochauflösende Farbdisplay. Wie fährt sich der CrossoverHybrid? Erstaunlich unkompliziert. Der Elektromotor (32 kW/43,5 PS) greift dem 105 PS starken 1,6 GDI-Benziner merklich unter die Arme. Sogar echte 120 km/h sind rein elektrisch drin, vorausgesetzt, die Batterie ist voll genug. Das Dazuschalten des Verbrennermotors ist spürbar, aber keineswegs störend. Sehr harmonisch bei entspanntem Cruisen, bei flotter Fahrweise oder bei Überholvorgängen wirkt der Niro etwas angestrengt. Das 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe schaltet dabei sauber und unauffällig durch die Fahrstufen – ganz ohne Gummiband-Feeling. Der Verbrauch von rund fünfeinhalb Litern geht angesichts eines höheren Autobahn- und Überlandmixes in Ordnung, im Stadtverkehr könnt’s noch sparsamer werden.

Gewohnt umfangreich präsentierte sich die „Platin“-Ausstattung unseres Testfahrzeuges: Zahlreiche Annehmlichkeite sind da enthalten, unter anderem zahlreiche Assistenzsysteme für Notbremsen (mit Fußgängererkennung), Parken, Spurhalten und zur Totwinkelüberwachung und zu den üblichen Details auch noch belüftete Vordersitze, Lenkradheizung, Bi-Xenonlicht, elektrischer Fahrersitz, Leder und 18-Zöller. Innovatives Highlight ist das kabellose Laden des (kompatiblen) Smartphones in der induktiven Ladestation. Preislich startet der Niro bei € 26.290,–, die Platin-Version beginnt bei € 35.490,–.

Fazit: Moderner Hybrid in flotter Crossover-Optik mit hohem Nutzwert. Als eines der wenigen Hybridautos auch für Anhängerbetrieb (optional und bis 1,3 t) geeignet. Eine Plug-in- sowie eine reine Elektro-Variante sollen folgen.


Kia Niro 1,6 GDI Hybrid € 26.290,–

Motor: R4-Benzin-Hybrid, 1580 ccm
Systemleistung: 104 kW/141 PS
L/B/H: 4355/1805/1545 mm
Testverbrauch: 5,6 l/100 km
MVEG-Verbrauch: 4,4/4,5/4,4 l/100 km
CO2-Emission: 88 (101) g/km
0–100 km/h: 11,5 s
Spitze: 162 km/h


ARBÖ-Fazit:


Plus:
Geräumig, viel Nutzwert, 7 Jahre Garantie.
Minus: Wirkt etwas angestrengt bei flotter Fahrt.