News

Es werde Licht 02.05.2019

Lichttechnik. Opel feiert heuer 120 Jahre Automobilbau. Seit jeher sorgt man bei

Opel auch für modernste Beleuchtung – von der Karbidleuchte bis zur Matrix-LED.


Fiat lux!“ Nein, kein neues Modell der „Fabrica Italiana di Automo bili Torino“ (FIAT), sondern Genesis, Kapitel 1, Vers 3 und bedeutet: „Es werde Licht!“

Und gerade die „Lichtwerdung“ hat im Bereich der Mobilität nicht nur selbst eine enorme Entwicklung erfahren, sondern auch ein weites technisches Umfeld maßgeblich beeinflusst, von den Kerzen und Karbidlampen der Anfangszeit bis zur Matrix-LED-Beleuchtung der Gegenwart. Dass gerade Opel zum 120-jährigen Bestandsjubiläum zu einem Lichttechnik-Workshop ins Opel-Testzentrum ins deutsche Dudenhofen eingeladen hat, soll nicht verwundern, schließlich sind es die Opelianer gewesen, die mit ihrem Astra dem LED-Licht den Weg von der Luxus- in die Kompaktklasse geebnet haben und es nun mit dem neuen Corsa auch im A-Segment salonfähig machen.

Blindflug. Die Älteren unter uns erinnern sich ungern und mit Schaudern an nächtliche Blindflüge mit den Funzeln im 6-Volt-Käfer, und Besitzer englischer Oldtimer nennen die damals verbaute Lucas-Elektrik heute noch gerne „Gott der Finsternis“. Wer bis in die Siebziger des vorigen Jahrhunderts nach dem Abschalten des Motors auf das Lichtausknipsen vergessen hat, ist sehr schnell mit leerer Batterie dagestanden.

Erst An- und Abschaltautomatik haben das Problem gelöst, und heute nehmen wir es als selbstverständlich, dass uns das Auto nach dem Abstellen noch etliche Sekunden heimleuchtet, ehe es sich selbst abschaltet.

Aus Sicht der historischen Entwicklung wären noch die Zeit der BiluxLampen (Zwei-Faden-Lampe), die CibiePeriode der mächtigen Zusatzscheinwerfer (parallel zum AntennenFuchsschwanz-Zeitalter), die Halogenlampen-Ära (Gasfüllung) und der XenonHype zu erwähnen, ehe die LEDBeleuchtung zum gehobenen Standard unserer Tage geworden ist.

Anfänglich wegen des geringen Energieverbrauches nur in Tagfahr und Rücklichtern verbaut, bestenfalls in der absoluten Luxusklasse als echte Gesamtbeleuchtung.

Das hat Opel, wie eingangs erwähnt, 2015 mit dem Astra erstmals massentauglich vorgeführt, und bei der damaligen Präsentation in Bratislava waren die Motorjournalisten von der Lichtaus beute schon ziemlich beeindruckt. Je mehr LEDs verwendet werden, desto genauer funktionieren die Systeme. Das IntelliLux-LED-Matrix-System im Astra verfügt über 16 einzeln abschaltbare Fernlicht-LED-Leuchten, beim Insignia mit Matrix-Licht ist die Anzahl der LEDs bereits verdoppelt. Insgesamt werden dort 32 einzeln abschaltbare Fernlicht-LEDs verbaut, was noch einmal eine deutliche Verbesserung in der Lichtverteilung bringt.

Viele Funktionen.
Die Entwicklung vom Beleuchtungskörper zum Fahrassistenzsystem zeigt sich aber auch an Zusatzfeatures vom adaptiven Kurvenlicht bis zur Matrix-Technik, die im Normalfall das manuelle Aus- und Abblenden weitgehend ersetzt, weil entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge erkannt und vom Blendstrahl durch Abschaltung einzelner LED-Körper ausgenommen werden, während die übrige Fahrbahn samt Umfeld unverändert ausgeleuchtet wird. Mit Fernlichtstärke im Idealfall an die 500 Meter weit.

Ende der Fahnenstange? Noch lange nicht. In praktisch allen Entwicklungszentren weltweit arbeitet man an weiteren Verbesserungen, auch mittels Lasertechnik.

Sicher ist nur: et facta est lux – und es ward Licht, aber auch der netteste Tankwart der Welt kann uns ganz sicher nicht mehr „ein Birndl“ wechseln, und die Designer dürfen immer schmälere Lichteinheiten kreieren, wodurch die meisten Autos von vorn schon ziemlich aggressiv wirken ...