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Durch das Land der Störche und der Seen 29.06.2017

Unterwegs mit dem Skoda Kodiaq durch die Weiten der masurischen Seenplatte.



Immer dichter umschließt uns die Staubfahne des Vordermanns. Schwer, jetzt noch den Weg zu sehen. Der große Skoda Kodiaq vor uns ist trotz seines eingeschaltetem Nebelschlusslichtes kaum zu erkennen. Jetzt heißt es aufpassen auf Schlaglöcher.

Wir sind unterwegs in Polen, genauer durch Masuren, dem ehemaligen Ost-Preußen. Der heimische Skoda-Importeur hat kürzlich zur Kodiaq-Tour in diese weite und großteils unberührte Naturlandschaft im Norden Europas geladen. Unser Troß umfasst zwölf Kodiaqs plus eine Gruppe aus Journalisten, Händlern und Gewinnspiel-Siegern. Alle motiviert und furchtlos dem gegenüber, was in den nächsten Tagen auf uns zukommen wird. Die Ersatzräder am Dach der Autos signalisieren, dass es keine Kinderjause werden könnte. Eine weise Entscheidung, wie sich später herausstellt.

Der viele aufgewirbelte Staub stammt vom sandigen Boden, ein Relikt aus jener Zeit, als dieses Land einst Meeresboden war. Mittlerweile knirscht es zwischen den Zähnen. Unser Fahrzeugkonvoi kommt auf eine Lichtung. Ein zarter Wind - wie der ruhige Atem dieser entspannten Landschaft - verbläst kurz den Staub. Endlich wieder Sicht, vorbei geht’s an einfachen Höfen, viel Wald und ebenso viel Gegend. Die zerfurchten Waldwege sind keine große Herausforderung für den Skoda Kodiaq, hat er doch mit knapp zwanzig Zentimeter Bodenfreiheit die meiste Luft aller Skoda-Modelle unter seinem Boden. Dazu zeigen sich weder sein Fahrwerk noch sein Allradantrieb von den masurischen Wegen beeindruckt. Stets optimale Traktion, trotz „normaler“ Serienbereifung.

Dabei bietet der geräumige Kodiaq bietet ein hohes Maß an Wohnlichkeit und Platz ohne Ende (720 bis 2065 Liter Gepäckvolumen!), dazu intuitive Bedienung inklusive modernster Konnektivität. Auf den ruppigen Straßen lernt man besonders die adaptive Fahrwerksregelung zu schätzen. In der Stellung „Comfort“ wird man quasi sänftenartig über Unebenheiten getragen, im Sportmodus zirkelt der Kodiaq präzise durch Radien, dass man Abmessungen (4,6 Meter) und Gewicht (1,5t) des großen Skoda beinahe 
vergisst.

Start in Warschau. Unsere Tour startete in der polnischen Hauptstadt, dann ging es auf bestens ausgebauter Autobahn vorbei an westlichen Einkaufszentren und bekannten Logos internationaler Firmenketten hinaus auf‘s Land Richtung Norden.

Auf den Weg nach Mikolajki passieren wir Pultusk, eine der ältesten Städte Polens mit dem größten Marktplatz Europas. Am Ende der Etappe beziehen wir unser Basislager in Mikolajki. Dieses  wundervolle Städtchen liegt direkt im Herzen der großen Masurischen Seen, wegen seiner Atmosphäre und der vielen kleinen Inseln auch „masurisches Venedig“ genannt.

In der Region lockt viel Sehenswertes, eines aber schlägt auf‘s Gemüt: Am nächsten Tag stehen wir vor der Wolfsschanze. Tief in den Wäldern liegt dieses geheime Hauptquartier Hitlers, wo sich einst das berühmte Stauffenberg-Attentat ereignete. Diese Bunker-Ansammlung stimmt nachdenklich ...
Genial hingegen der Oberland-Kanal, wo Schiffe den Höhenunterschied der Kanäle mittels „Rollwagen“ überwinden, eine clevere Konstruktion aus dem 19. Jahrhundert. Beeindruckend auch die imposante Marienburg in Malbork, die beeindruckende Ordensritterburg aus dem 13. Jahrhundert ist der größte gotische Backsteinbau Europas und steht auf der Unesco-Liste.

Natur pur. Vor allem aber kommen Naturliebhaber in Masuren auf ihre Kosten. Das Land ist nahezu unberührt, der Tourismus in Form von Seglern, Radfahrern und Ruhesuchenden noch zart und großteils auf wenige Orte und Städte konzentriert. Im Hinterland findet man eine intakte Landschaft mit großer Tierwelt, zahlreichen Seen und abgelegenen Höfen. Und, was uns  überrascht: Alles sehr gepflegt und sauber, kein Mist liegt herum! Allgegenwärtig ist hier der Storch. Jeder vierte Storch auf Erden ist Pole, so sagt man, und hat hier seinen Hauptwohnsitz. Und so sieht man kaum ein Dorf, kaum einen Hof ohne einem Nest von Meister Adebar.

Der Bär hingegen gilt in Masuren schon seit längerem als ausgerottet. Ein amüsantes Buch von Peter H. Ostendorf handelt übrigens darüber. Unser tschechischer Kodiaq war mit höchster Wahrscheinlichkeit der einzige Bär hier.

Zu guter Letzt stiegen wir nach rund 700 Kilometern durch Wald, Flur und Staub entspannt wie am ersten Tag aus dem Skoda. Und haben einen weiteren wunderschönen Landstrich auf unserer geistigen Landkarte notiert – Masuren,wir kommen wieder!

Ein kurzes Video zur Tour finden Sie hier.