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Toyota C-HR: Mut zur Kante 03.12.2016

Bei Toyotas neuem Kompakt-Crossover trifft mutiges Design auf moderne Motorentechnologie.


Nein, zum Design des neuen Kompakt-Crossovers von Toyota wollen wir kein Wort verlieren. Das haben wir uns fest vorgenommen. Jeder soll selbst entscheiden, ob die futuristisch-kantige Optik des C-HR (steht für Compact High Rider) dem Auge schmeichelt. Fest steht allerdings, dass die Design-Entwicklung unmittelbar auf die Entscheidung Akio Toyodas zurückgeht, den Designern größere stilistische Freiheiten einzuräumen und die Kreativität der Ingenieure zu fördern. Scheinbar hat der oberste Toyota-Boss die Nase voll von langweiligen Opa-Autos. Wie auch immer.
Mit dem C-HR bringt Toyota einen frechen Mix aus SUV-Coupé und Crossover der auf der neuen TNGA-Plattform (Toyota New Global Achitecture) basiert und eine jüngere Käuferschicht anvisiert.
Das Motorenportfolio umfasst zwei Antriebe, Diesel ist keiner dabei: Zum einen den 1,2-l-Turbobenziner mit 85 kW/116 PS wahlweise mit 6-Gang-Schaltgetriebe oder stufenloser CVT-Automatik, letztere Variante auch mit Allrad zu haben.
Und wie es sich für einen Toyota gehört, steht auch ein Hybridantrieb (aus dem neuen Prius) zur Verfügung. Der 1,8-l-Vierzylinder wird von einem 53-kW-Elektromotor unterstützt und liefert eine Systemleistung von 90 kW/122 PS ab.  Toyota spricht von  knapp vier Liter Sprit im Schnitt. Die Batterie ist platzsparend unter der Rückbank verbaut, das Gepäckraumvolumen fällt mit 370 bis 1112 Liter aber nicht wirklich berauschend aus. Aber ein praktisches Auto für die Kleinfamilie will der C-HR ja auch nicht sein.
Innen zieht sich eine blaue Zierleiste quer durch das Cockpit, mittig darauf thront das freistehendes 8-Zoll-Display für Multimedia, Navi, Telefon und Co. Dazu ausreichend Platz, selbst im Fond gibt’s trotz abfallender Dachlinie genügend Luft über dem Kopf.
Erster Fahreindruck an Bord des Hybridmodells: Agiles Handling, sauber abgestimmtes Fahrwerk und überraschend gutes Raumgefühl. Die schmalen Fenster und das stylische Heck hemmen jedoch etwas den Blick nach hinten.
Die Motorisierungen könnten allerdings etwas mehr Pfeffer vertragen. Der Hybrid-Toyota zieht brav los, hängt aber hörbar am Gängelband des CVT-Getriebes, was speziell beim Überholen auf Landstraßen oder Autobahn als unangenehme Geräuschkulisse gewertet werden kann. Ab Landstraßentempo wird’s mit dem Vortrieb aber zäher, eine stärkere Motorisierung würde dem C-HR gut stehen, das würde auch gut zum dynamischen Äußeren passen.
Auf hohem Niveau ist die Ausstattung, vier Linien (C-ity, C-enter, C-ult und C-hic) werden geboten. Serienmäßig "Toyota Safety Sense"-System mit Kollisionswarner, Spurhalte-Assistent, Verkehrszeichenerkennung und Fernlicht-Automatik. Der C-HR startet bei E 22.200,- (1,2; 2WD), Hybridtechnik gibt’s ab E 27.600,-.