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Dauertest: Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4 05.07.2018

Das tschechische SUV startet zum Freie-Fahrt-Dauertest und erfreut sogleich mit hoher Dienstbarkeit und cleveren Ideen in vielen Bereichen.


Dass die Marke Skoda hierzulande äußerst beliebt ist, wissen wir spätestens seit Octavia und Fabia. Mit knapp 25.000 verkauften Autos legte der heimische Importeur 2017 ein Rekordjahr hin, das die Tschechen erstmals zur Nummer zwei (7,1 Prozent Marktanteil) aufsteigen ließ.
Geheimnis dieses Erfolgs ist neben dem fairen Verhältnis zwischen Preis und Leistung auch eine breite Allradpalette, die neben den Modellen Octavia und Superb auch die beiden SUV‘s Kodiaq sowie den neuen Karoq umfasst.
Kürzlich konnten wir einen quarz-grauen Karoq 4x4 Style in unserem Dauertest-Fuhrpark begrüßen. Der kleine Bruder des Kodiaq beerbt den Yeti, präsentiert sich aber ernsthafter und selbstbewusster. Auch eine Nummer größer. Der Karoq teilt sich die Technik mit dem Seat Ateca sowie mit dem VW T-Roc. Im Gegensatz zum sportlich, flotten Ateca setzt der Karoq verstärkt auf die bekannten Tugenden des Hauses, sprich solide Eigenschaften und praktische Lösungen - mit einem Wort ein echter Alltagskumpel, der alles mitmacht.


Dazu liefert der Skoda auch manche Optionen, die der spanische Bruder nicht bietet: Beheiztes Lenkrad, 230-
Volt-Steckdose, Skisack, variable VarioFlex-Rückbank sowie  die cleveren Details wie Eiskratzer hinter dem Tankdeckel und Regenschirmfach unter dem Beifahrersitz.


Flexibel. Besonders diese variable Rückbank (rund 410 Euro extra, aber die sind es wert) sammelt im Alltag kräftig Pluspunkte. Die drei Fondsitze lassen sich längsverschieben und bei Bedarf auch einzeln um- und hochklappen oder auch komplett ausbauen. Das schafft enorm viel Platz im Inneren, z. B. für den Fahrradtrandport. Bei zwei Räder wird‘s knapp. Großeinkauf im Baumarkt? Auch kein Problem! Per Knopfdruck klappt die optionale Anhängerkupplung (knapp 700 Euro) aus und nimmt den Hänger an den Haken.

Gute Figur macht auch der drehmomentstarke 150-PS-Diesel (Euro 6 mit AdBlue) unter der Haube. In Kombination mit der Siebenstufen-DSG eine feine Wahl, wenngleich das DSG machmal schon früh hochschaltet. Hier kann man per Paddles eingreifen.
Im Fahrbetrieb zeigt sich der Karoq  gutmütig, ist aber alles andere als ein Langeweiler. Flotte Kurven nimmt er relativ knackig ohne unangenehme Seitenneigung, dazu präzise Lenkung und angenehm straffe Sitze.


Innen wurde im Karoq gründlich gearbeitet: Klare, moderne Cockpitlandschaft ohne Bedienrätsel sowie beste Verarbeitung und angenehme Materialien. Das moderne Infotainment wird per Touchscreen gesteuert, inklusive voller Smartphone-Integration via Apple Car Play oder Android Auto und Skoda Connect für Onlinedienste und Fernzugriff.


Bei der Ausstattung kann man den Preis des Karoq durchaus kräftig in die Höhe treiben, da sollte man sich genau überleget, was man wirklich alles an Bord braucht. Die cleveren Extras sind da aber fast ein Muss!

 

Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4; EUR 37.360,-*

Motor: R4, Turbodiesel (EU6), 1968 ccm
Leistung: 110 kW/150 PS
Drehmoment: 340 Nm bei 3500–4000/min
Antrieb: 7-Gang-Automatik (DSG), Allrad
L/B/H: 4382/1841/1628 mm
Eigen-/Gesamtgewicht: 1751/2131 kg
Kofferraum: 521–1810 l
0–100 km/h; Spitze: 8,7 s; 196 km/h
Anhängelast ungebr./gebr.: 750/2000 kg
Testverbrauch: 6,8 l/100 km
MVEG-Verbrauch komb.: 5,0 l/100 km
CO2-Emission: 115 g/km

*) Preis Testauto EUR 43.040,- (4x4 Style)

 

ARBÖ-Fazit:
Plus: Solides, stimmiges Kompakt-SUV, Verarbeitung, Offroad-Talente, praktisch im Alltag (Varioflex-System).
Minus: Kaum Schwächen, DSG schaltet ev. früh hoch.