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Alfa Romeo Giulia Super 2,2 Diesel 28.11.2016

Bella Giulia


Artgerechtes Fahrfeeling und eine Menge Emotion serviert Alfa mit der neuen Giulia – ein Alfa, auf den Fans schon lange gewartet haben: Schön wie eh und je, mit verführerischen Kurven, abgespecktem Fahrzeuggewicht und großen Fahrtalenten – so wollen Alfisti eine rassige Italo-Sportlimo. Beeindruckender Star der GiuliaModellreihe ist natürlich das Topmodell Quadrifoglio Verde mit 510 PS – es wird aber wohl eher ein Minderheitenprogramm bleiben. Aber auch die „vernünftigen” Dieselmodelle sind alles andere als Langeweiler. Der von uns gefahrene 2,2-l-Diesel (Alu!) stemmt kräftige 180 PS auf die Hinterräder und hat mit 380 Nm starke Wadeln. Heißt in der Praxis: Druckvoller Schub schon von unten, die Drehfreudigkeit des Aggregats ist hingegen eher na ja. Der Multi-Jet-Selbstzünder gibt sich dabei kernig, aber wenig vibrationsarm. Geschaltet wird manuell, sechs Gänge – auf Wunsch ist auch eine 8-Gang-Automatik zu haben.

Die Kombination aus Hinterradantrieb, perfekt ausbalancierter Gewichtsverteilung zwischen vorn und hinten sowie direkter Lenkung ergibt unterm Strich ein höchst freudvolles Maß an Fortbewegung. Die Giulia lenkt sehr spitz ein, saugt Kurven förmlich auf – da steht man fahrdynamisch dem heckgetriebenen Mitbewerb aus Bayern um nichts nach. Auch ein Verdienst der Fahrdynamikregelung „dna” inklusive adaptivem Fahrwerk (optional).

Und das bei moderatem Verbrauch von 6,9 l/100 km. Die angegebenen Werte sind in der Praxis eher schwer zu erreichen.

Auf Premium-Niveau befindet sich auch das Interieur: hohe Wohnqualität, solide Verarbeitung, schicke Materialien, ordentliche Ergonomie, das Cockpit klar aufgeräumt. Gefällt! Die Bedienung des zentralen und auch etwas schmalen Info-Displays (für Audio, Navi und Konnektivität) funktioniert per mittigem Dreh-Drückschalter, und das grosso modo rätselfrei. Die Giulia passt wie angegossen, das Platzangebot vorn geht in Ordnung, selbst Großgewachsene finden eine perfekte Sitzposition. Etwas knapper gehts im Fond zu.

Auf Augenhöhe zur Konkurrenz liegt das Kofferraumvolumen: 480 Liter, die Öffnung allerdings recht klein. Drei Ausstattungsvarianten (Quadrifoglio einmal nicht miteingerechnet) und diverse Ausstattungspakete halten für Verwöhnte alles Erdenkliche an komfort- und sicherheitsrelevanten Features bereit. Unterm Strich eine rassige italienische Bayern-Alternative.


Alfa Romeo Giulia 2,2 € 38.890,–

Motor: R4-Turbodiesel, 2143 ccm
Leistung: 132 kW/180 PS
L/B/H: 4643/2024/1436 mm
Testverbrauch: 6,9 l/100 km
MVEG-Verbrauch*: 5,3/3,5/4,2 l/100 km
CO2-Emission: 109 g/km
0–100 km/h: 7,2 s
Spitze: 230 km/h


ARBÖ-Fazit:

Plus: Design, agiles Fahrverhalten, Ausstattung.
Minus: Übersicht, spürbare Vibrationen am Stand.