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Autonome Sherpas 20.06.2017

Selbst tragen war gestern - mit den beiden autonomen Transportfahrzeugen ”Gita” und ”Kilo” zeigt Piaggio wie in Zukunft des Lastentragens aussehen könnte.


”Gita” und ”Kilo” sind zwei Konzepte autonomer Lasten-Transporter, die ihren Nutzern selbstständig folgen und mit ihnen kommunizieren können. Die beiden Produkte sind lernfähig und  können sich  nach  einer  kurzen Erkundungsphase mit einem menschlichen Begleiter in einem Gebiet selbstständig bewegen. Die kleinere ”Gita”  kann bis zu 18 Kilo transportieren, ”Kilo” hingegen ist der Schwerarbeiter und kann bei einem  Ladevolumen von 120 Litern rund  100 kg wuchten. Die Reichweite der kugeligen Transporter beträgt bis zu 35 Kilometer,  die Fahrzeuge können sich am Stand  drehen und  sind damit extrem  wendig.  In kartographierten Gebieten bewegen sich die Fahrzeuge bei Bedarf auch  autonom und sollen speedmäßig mit Fußgängern oder  auch  einem Fahrrad  locker  mithalten können. Im Prinzip haben beide Fahrzeuge den  gleichen Einsatzradius wie ein Mensch im Rollstuhl, was besonders in den immer barrierefreieren Ballungszentren von Vorteil ist, wo Rampen, Aufzüge und weitere Maßnahmen zu einer nahezu uneingeschränkten Mobilität  für radbetriebene Fahrzeuge führen. Der durchgehende Betrieb wird mit rund  acht Stunden angegeben, bevor  es an die Steckdose zum Laden geht.
Derzeit führt  Piaggio Pilotprojekte  mit  den  beiden Fahrzeugen an mehreren Universitäten und in Städten in den  USA durch. Die Einsatzmöglichkeiten  reichen vom Transport schwerer  asten in Gebäuden oder  im Freien, dem  Einsatz für den Transport von schwerer Ausrüstung spezialisierter Berufsgruppen  etwa  in  Krankenhäusern,  abriken, großen Bürogebäuden oder auch ganz einfach zum Transport von Einkäufen nach Hause.