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Ist das noch ein Opel? 19.05.2017

Wir fuhren den neuen Opel Crossland X, das erste Produkt aus der Ehe mit PSA.


Van ist out, SUV ist in. Nach diesem Motto bringt Opel mit dem Crossland X nun einen trendigen Nachfolger des guten, alten Meriva. Der Neue liegt optisch irgendwo zwischen Van und SUV und mit hat Opel nun gleich zwei Modelle im kleinen SUV-Segment im Programm. Neben dem Mokka X als hemdsärmeligen Allradler  gesellt sich Ende Juni der neue Crossland X als praktischer und schicker Crossover mit höherem Einstieg. Gleich vorweg: Der Crossland X hat - obwohl sein Name anders vermuten lässt – mit Allrad und Gelände nix am Hut. Er setzt vielmehr auf hohen Nutzwert wie einst der Meriva, verpackt in schicker Crossover-Schale.

Zugleich ist er auch das erste Produkt der deutsch-französischen Ehe, der erste Opel der unter Mithilfe von Peugeot auf die Welt kam und zeigt wohin der Weg mit PSA künftig gehen wird. So wird der Crossland X auch als Basis für den neuen Citroen C3 Aircross dienen.
”Dieses Auto zeigt, was wir zusammen leisten können”, erklärt Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, der bei der Pressevorstellung in Venetien persönlich anwesend war, den Neuen stolz. Mit „wir“ meint er natürlich Opel und den PSA-Konzern. Eine Gemeinschaftsarbeit, die, schenkt man den Aussagen der Opel-Techniker Glauben, das Beste aus beiden Ingenieurswelten vereinen soll und bereits vor der PSA-Übernahme begonnen hat.

Mit 4,21 Meter Länge ist der Crossland X um sechs Zentimeter kürzer als der Mokka, was man ihm am ersten Blick gar nicht glauben würde. Die große Stärke des Crossland X ist sein hoher Nutzwert. So gesehen ist das Raumangebot für einen Wagen dieser Größe beeindruckend, sehr luftig und großzügig. Mehr als ausreichend auch die Bein-und Kopffreiheit im Fond und dazu optional eine um 15 Zentimeter längsverschiebbare Rückbank. 410 Liter fasst der Kofferraum, bei umgeklappten Sitzen sind es 1255 Liter.
Innen sieht er nach echtem Opel aus: Modern und aufgeräumt, lediglich das Hartplastik im unteren Bereich des Armaturenträgers und an der Türinnenseite trübt das Bild. Dazu aktuellste Technik wie Voll-LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, Frontkollisionswarner mit Fußgänger-Erkennung und automatischer Gefahrenbremsung, die opeltypische Konnektivität inklusive dem Online-Assistenten OnStar und Head-up-Display. Einzig an der GripControl, der elektronischen Anfahrhilfe aus dem Hause PSA, erkennt man französiche Handschrift.

Und auch die Motorenpalette der Franzosen nutzt der Crossland X gleich mit. Das fußt auf einer wirtschaftlichen Entscheidung, denn das aktuelle Opel-Motorenprogramm ist sicher kein unattraktives. Angeboten werden ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner in mehreren Leistungsstufen (mit 60 kW/81 PS ohne Turbo und als aufgeladene Variante mit 81 kW/110 PS bzw. 96 kW/130 PS) sowie ein 1,6-Liter-Turbodiesel mit 73 kW/99 PS oder 88 kW/120 PS. Je nach Version mit manuellem Fünf- oder Sechsganggetriebe (aufgefallen sind uns hier die langen Schaltwege) bzw. 6-Gang-Automatik ausschließlich für den 130 PS-Turbobenziner.
Gut gefallen haben uns die Turbo-Benziner, besonders die 130-PS-Variante in Kombination mit der Automatik (laut Norm 5,1 Liter) ist eine echt feine Sache und hat mit dem 1,3-Tonner keine Probleme. Dazu solides Fahrverhalten und ausgesprochen gute Geräuschdämmung.

Mit einem regelrechten Kampfpreis geht der Crossland X an den Start: Die Basisversion steht mit einem Aktionspreis von E 15.790,- in der Liste, die Turbo-Benziner starten bei E 16.890,-, der Diesel bei E 19.590,-.