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Mazda CX-5 Dauertest: Außen hui – und innen auch 15.11.2018

Fesch gestylt: Der CX-5 ist nach wie vor eines der bestgestylten SUV. Der aktuelle Jahrgang bringt einen stärkeren Diesel und einige Neuerungen im Inneren.

Start frei für den Dauerlauf des überarbeiteten SUV-Topsellers von Mazda. Wie sich das Top-Paket im Kodo-Maßanzug fährt.


Rot ist bei vielen ja nicht unbedingt DIE Lieblingsfarbe bei Autos. Aber dieses „Crystal Soul Rot” von Mazda ist der Hammer! Und in Kombination mit dem Kodo-Maß-anzug des CX-5 ein echter Hingucker. Doch das allein war nicht der Grund für einen Freie-Fahrt-Dauertest des feschen Mazda-SUV.
Aber der Reihe nach: Das beliebte SUV aus Hiroshima ist mittlerweile ein vertrautes Gesicht im Straßenbild. Ein Viertel aller Mazda-Kunden entscheidet sich für den CX-5. Er verfügt über tadellose Optik, nobles Interieur auf Premium-Niveau, modernstes Infotainment und kräftigen Selbstzünder in Kombination mit Allradanrieb und Automatikgetriebe. Wir sprechen hier nicht von einem deutschen Premium-SUV, das alles kann auch Mazda beim CX-5.


Der neue Modelljahrgang bringt rein äußerlich keine Änderungen. Wozu auch, gehört dieses Blechkleid derzeit mit Sicherheit zu den schönsten in der SUV-Welt. Die Neuerungen finden mehr unter der Haube und innen statt. Neben zwei Benzinmodellen wird der CX-5 auch von einem 2,2-l-Selbstzünder (nun Euro 6d-temp mit SCR-Kat) befeuert, wahlweise mit 150 bzw. neu mit 184 PS. Was der stärkere Diesel kann, wollen wir im Freie-Fahrt-Dauertest klären.


Kraft & Kultur. Mit bärigen 184-Diesel-PS und satten 445 Nm Drehmoment ausgestattet, hat das 2,2-l-Triebwerk die rund 1,8 Tonnen des CX-5 gut im Griff. Der Motor schnurrt angenehm leise und zieht den Mazda souverän voran, die Sechsstufen-Automatik arbeitet dabei angenehm und unauffällig. In manchen Situationen würden wir uns Schaltpaddels wünschen, so muss man halt gegebenenfalls manuell am Schaltstock eingreifen. Erst bei höheren Drehzahlen wird der Diesel hörbar kerniger, bleibt aber in Summe kultiviert. 6,7 Liter zieht sich der Vierzylinder dabei im Schnitt durch die Einspritzdüsen, das ist angesichts von Leistung und Gewicht ein respektabler Wert.


Zwar lenkt der CX-5 dank G-Vectoring Control in Kurven willig ein, doch bleibt eine spürbare Karosserieneigung. Was ihn unterm Strich mehr zum komfortablen Dauerläufer als zum agilen Sportler macht. Und dieses Talent spielt er gekonnt aus.


Feiner Komfort. Fette Pluspunkte sammelt der CX-5 beim Interieur, das bewegt sich auf Premium-Niveau: Feines Leder mit sauberen Nähten, angenehme Softtouch-Materialien, Dekorleiste und exzellente Verarbeitung überzeugen. Da fehlt wirklich nichts mehr auf BMW, Mercedes und Co. Das komfortable Ledergestühl verbreitet Salon-Atmosphäre und ist perfekt für lange Fahrten. Das helle Leder des Testfahrzeugs (optional) verströmt Eleganz, sollte aber bei Eis essenden Kindern nicht unbedingt erste Wahl sein.
Die von uns gefahrene Version „Revolution Top” lässt kaum Wünsche offen und verwöhnt u. a. mit LED-Licht, Bose-Sound aus zehn Lautsprechern, 19-Zöller, Leder, elektrisch verstellbaren Vordersitzen, Head-up-Display, adaptivem Tempomat, Lenkradheizung und zahlreichen Assistenzsystemen wie Totwinkelwarner, Notbrems- und Spurhalteassistent (inkl. Lenkeingriff), Verkehrszeichenerkennung, Rückfahrkamera und modernem Infotainment mit dem Mazda-MZD-Connect-System. Dieses bietet hohen Bedienkomfort und steuert per mittigem Dreh-Drück-Regler Audio, Navi, Telefon und Fahrzeugeinstellungen intuitiv und bequem und integriert nun auch Apple CarPlay und Android Auto. Und das müssen wir auch festhalten: Perfekt passt auch die Position des mittigen Lautstärkenreglers!


Alles im Blick. Neu im aktuellen Jahrgang sind ein neues Head-up-Display, das die Infos direkt und ohne Plastikscheibe in die Windschutzscheibe projiziert, sowie ein 360-Grad-Rundumblick durch vier Kameras. Das erleichtert das Parken und Rangieren ungemein. Dazu kann auf eine Seitenansicht mit genauem Blick auf die Vorderräder gewechselt werden – die Felgen werden es danken.
Nach dem Öffnen der elektrischen Heckklappe erwarten uns 494 Liter Stauvolumen (506 Liter sind es bei den 2WD-Versionen), nach dem Umlegen der hinteren Lehnen sind es üppige 1608 Liter. Damit rangiert der CX-5 zwar nicht in der Top-Liga der Spediteure-SUV, für den Familienurlaub ist das aber allemal ausreichend.


Das Heckabteil präsentiert sich sauber strukturiert und ist dank umklappbarer mittiger Lehne problemlos als Durchreiche für den Skitransport geeignet. Praktisch: Die Lehnen haben einen integrierten Gurthalter, damit gibt es kein Gefummel beim Umlegen. Zudem sorgen Hebel im Kofferraum fürs Umklappen. Und wer öfters zum Baumarkt muss: Kein Problem, der Mazda kann gut zwei Tonnen an den Haken nehmen.


Top-Paket. Was lässt sich nach den ersten Monaten über den CX-5 sagen? Wir lieben den hohen Komfort an Bord! Besonders auf der Langstrecke. Der kräftigere Diesel fällt nicht mit üblem Trinkverhalten aus dem Rahmen und hat im Vergleich zur 150-PS-Variante bergauf oder vollgeladen dann doch den längeren Atem. Und mit dem Allradantrieb ist er für alle Eventualitäten gerüstet.
Das alles hat natürlich auch seinen Preis: Rund  45.000,– sind keine Kleinigkeit – im Vergleich zum Gebotenen aber durchaus fair. Jetzt hoffen wir auf einen schneereichen Winter ...

 

Mazda CX-5 CD 184   EUR 45.490,–*
Motor: R4, Turbodiesel, 2191 ccm
Leistung: 135 kW/184 PS
Drehmoment: 445 Nm bei 2000/min
Antrieb: 6-Gang-Automatik, Allrad
L/B/H: 4550/1840/1680 mm
Eigen-/Gesamtgewicht: 1749/2235 kg
Kofferraum: 494–1620 l
0–100 km/h; Spitze: 9,6 s; 208 km/h
Anhängelast ungebr./gebr.: 750/2100 kg
Testverbrauch: 6,7 l/100 km
MVEG-Verbrauch: 6,2/5,1/5,5 l/100 km
CO2-Emission: 145 g/km

*) Preis Testauto: EUR 46.980,–

 

ARBÖ-Fazit:

Plus: Verarbeitung, Ausstattung, Fahrkomfort, rätselfreie Bedienung, weit öffnende Türen.
Minus: Rundumsicht, Wankneigung in Kurven.