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Echt jetzt?! 15.05.2019

Illustration: Shutterstock

Das nervt wirklich. Von kleinen Sünden bis zu groben Fehlern: Die Hitparade

der nervigsten Autofahrer-Unarten am Steuer.


Freie Fahrt nimmt die Reisezeit zum Anlass, die häufigsten Unarten im Straßenverkehr aufzuzeigen. Besonders auf langen Urlaubsfahrten liegen die Nerven häufig blank. Die Fahrt dauert schon viel zu lange, dazu Baustellen, Staus, quengelnde Kinder und die Sonne brennt gnadenlos ins Auto. Hier cool zu bleiben ist nicht einfach.
Viele Unarten sind bei einigen schon zur Gewohnheit geworden und ärgern bzw. gefährden im schlimmsten Fall andere Verkehrsteilnehmer. Vielleicht ertappen Sie sich bei der einen oder anderen Unart ...

Ärgernis 1: Mittelspurfahrer
Das nervt. Kilometerweit kein Auto in Sicht und das einzige fährt seelenruhig in der Mitte. Rechts überholen gilt vielleicht als cool, ist aber hier nicht erlaubt. Genauso wenig wie dauerhaftes In-der-Mitte-Fahren (Rechtsfahrordnung).
Richtig: Nerven bewahren und richtig (links) überholen.

Ärgernis 2: Nicht blinken
Ein Kavaliersdelikt, das man immer wieder beobachten kann. Wer seinen beabsichtigten Richtungswechsel nicht anzeigt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Darüber hinaus ist das auch strafbar.
Richtig: Rechtzeitig blinken und damit den Spur- oder Richtungswechsel anzeigen, damit sich die anderen Verkehrsteilnehmer darauf einstellen können.

Ärgernis 3: Links fahren
Auf der linken Spur rollt die Fahrzeugkolonne, die rechte Spur ist nahezu frei. Das nervt vor allem auf der Autobahn und provoziert das – verbotene – Rechtsüberholen.
Richtig: Die linke Spur ausschließlich zum Überholen nutzen.

Ärgernis 4: Drängeln
Drängler verkürzen den Sicherheitsabstand und versuchen durch knappes Auffahren und Lichthupe den vorausfahrenden Lenker zum Tritt auf das Gaspedal zu bewegen oder schnellstmöglich von der linken Spur zu verschwinden. Das führt zu gefährlichen Situationen und Unfällen.
Richtig: Stets den erforderlichen Sicherheitsabstand einhalten und den vorderen Lenker nicht unter Druck setzen bzw. nötigen – denn auch das ist strafbar.

Ärgernis 5: Abrupte Spurwechsel
Manche Lenker machen sich einen wahren Sport daraus, jede Lücke zu nützen und sich mit plötzlichem Spurwechsel etwaige Vorteile zu verschaffen. Nicht selten „springen“ diese Autofahrer von der ersten auf die dritte Spur und gleich darauf wieder zurück.
Richtig: Gleichmäßiges Fahrtempo einhalten, ein homogener Verkehrsfluss fließt sicherer, und die Fahrt ist nervenschonender und reduziert die Gefahr von Staus und Unfällen.

Ärgernis 6: Nicht einordnen lassen
Wer kennt das nicht: Zwei Fahrspuren verjüngen sich auf eine – das Reißverschluss-System ist gefragt. Eigentlich ganz einfach: einmal der eine, dann der andere. Aber einige wollen das nicht kapieren und lassen den anderen nicht einordnen. Nach dem Motto: Zuerst ich!
Richtig: Für eine flüssige Verkehrsabwicklung ist das Reißverschluss-System vorgesehen. So kommen alle rascher voran.

Ärgernis 7: Ablenkung
Aufs Handy schauen, SMS tippen, dahinträumen oder angeregt mit dem Beifahrer diskutieren. Meist erkennt man die Handyspieler am Steuer am Schlangenlinienfahren und plötzlichem Verreißen des Fahrzeugs. Das ist nicht nur strafbar, sondern auch höchst gefährlich!
Richtig: Augen stets auf die Straße richten und aufmerksam fahren.

Ärgernis 8: Hineinzwicken
Im Kolonnenverkehr lässt sich häufig beobachten, wie sich überholende Autolenker in die korrekt eingehaltenen Sicherheitsabstände hineinzwängen und im schlimmsten Fall eine Notbremsung des anderen Verkehrsteilnehmers (Gefahr eines Auffahrunfalls!) riskieren.
Richtig: Unbedingt von derartigen Brachialmanövern absehen, damit man andere nicht unnötig gefährdet.

Ärgernis 9: Zu früh einordnen
Wer schon Hunderte Meter vor einer Engstelle auf jene Spur wechselt, die durchgehend befahrbar ist, trägt bei starkem Verkehrsaufkommen ebenfalls zur Staubildung bei. Dadurch wird die Aufnahmefähigkeit der Straße verringert, frühzeitiger Stau ist die Folge.
Richtig: Reißverschluss-System erst unmittelbar vor der Engstelle anwenden. Am besten möglichst flüssig und ohne anzuhalten.

Ärgernis 10: Zu schnell in den Parkplatz
Nach langen Autobahnfahrten kommt einem das Tempo nicht mehr so schnell vor. Wer dann mit unverminderter Geschwindigkeit zur Raststätte oder auf den Parkplatz einschwenkt, stellt für die dort Rastenden – oder vielleicht herumlaufenden Kinder – eine große Gefahr dar.
Richtig: Schon vor der Einfahrt in den Parkplatz oder zur Raststätte das Tempo verringern und dann vorsichtig und bremsbereit in den Parkplatz einfahren.