Automobil-Preisverleihung 2011

28. Großer Österreichischer Automobilpreis 2011
Bereits zum 28. Mal fand die glanzvolle Autogala des ARBÖ in der Schönbrunner Orangerie statt. Neben den prämierten Autos glänzte diesmal eine Person ganz besonders: Überraschungsgast Nadine Beiler bezauberte die Festgäste mit ihrem stimmgewaltigen Songcontesthit "The Secret is Love". Die schönsten Impressionen und Pressefotos finden Sie hier:
Beliebteste Autos der Österreicher prämiert
Ford Focus, Audi Q3 und Audi A6 sind die beliebtesten Autos der Österreicherinnen und Österreicher. Sie wurden am Donnerstag-Abend mit dem Großen Österreichischen Automobil-Preis prämiert, der wichtigsten automotiven Auszeichnung des Landes. In Anwesenheit prominenter Festgäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Sport und Medien wurde auch der renommierte Umweltpreis des ARBÖ überreicht - an den ersten Full-Hybrid-Diesel Peugeot 3008 Hybrid4.
Die strahlenden Sieger
Seit 1984 erfreut sich der "Große Österreichische Automobil-Preis" einer breiten Akzeptanz und einer hohen internationalen Reputation - vergleichbar mit dem Bewerb zum "Car of the Year" in Japan oder dem "Goldenen Lenkrad" in Deutschland. Gekürt wird von einer namhaften Expertenjury sowie Leserinnen und Lesern des ARBÖ-Klubjournals FREIE FAHRT.
Je nach Preisklasse gibt es drei Kategorien ("Start", "Medium" und "Premium"), die nach folgenden Kriterien beurteilt werden: Technische Perfektion, Design, Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Preiswürdigkeit.
2011 heißen die Gewinner Ford Focus, Audi Q3 und Audi A6.

In der Kategorie "Start" (Verkaufspreis eines Automodells laut Preisliste bis 20.000 Euro) geht der Ford Focus mit 85 von jeweils 195 möglichen Punkten als Erster über die Ziellinie. Helmut Reder, Chefingenieur des Ford Focus, Ford Europa, nahm die begehrte Trophäe entgegen.

In der Kategorie "Medium", Listenpreis 20.001 bis 40.000 Euro, holte sich der Audi Q3 mit 90 Punkten den Sieg. Richard Mieling, Audi-Markenleiter Österreich, holte sich die begehrte Auszeichnung ab.

In der Kategorie "Premium", Listenpreis 40.001 bis 90.000 Euro, gewann der Audi A6 mit 159 Punkten die Goldmedaille. Richard Mieling, Audi-Markenleiter Österreich, übernahm den Siegerpreis.
Umweltpreis-Gewinner
Der erste Full-Hybrid-Diesel, Peugeot 3008 Hybrid4 erhält den ARBÖ-Umweltpreis 2011. Die Hybrid-Technik ist an sich nichts Neues, mehr als drei Millionen Hybridautos sind weltweit bereits unterwegs. Aber alle mit einer Kombination aus Elektro- und Benzinmotor. Nun bietet Peugeot mit dem Hybrid4-System erstmals eine weitere Alternative: Hybrid mit Diesel! Christian Chehab, Direktor und leitender Ingenieur des Projektes Hybridantrieb (PSA Paris), nahm den Preis entgegen.
Durchschnittlicher Verbrauch: 3,8 Liter
Bei einer Gesamtleistung von 200 PS (HDi 163 PS plus Elektro 37 PS) verbraucht das Crossover-Modell gerademal 3,8 Liter im Schnitt. Den ARBÖ beeindruckte vor allem die modulare Elektroeinheit, die sich im Heck des Fahrzeuges befindet und dort die Hinterachse antreibt, der Diesel übernimmt dabei wie gewohnt die Arbeit an den Vorderrädern. So musste auch kaum am Antriebsstrang des Vorderbaus umgebaut werden.
Als Draufgabe: Allradantrieb
Damit aber nicht genug, bietet das System auch noch einen praktischen Zusatznutzen: Neben der rein elektrischen Fortbewegung (bis 60 km/h und bis zu ca. vier Kilometer weit) mit Null Schadstoffausstoß, gibt es als Draufgabe sogar Allradantrieb - dank des E-Motors an der Hinterachse. Bei Bedarf kommen bis zu 40 Prozent der Antriebskraft auf die Hinterräder. Reicht die Batterieladung nicht aus, liefert der Starter die nötige Power - ein Riesenplus also im Winter. Diese Innovation ist Grund genug den ARBÖ-Umweltpreis an den Peugeot 3008 HYbrid4 zu vergeben.
ARBÖ-Präsident KR Dr. Heinz Hofer erinnerte in seiner Festrede an die Kampagne des ARBÖ gegen die Einführung der Treibstoffsorte E10: "Wir engagieren uns gegen eine überhastete und gerade jetzt völlig unnötige Einführung dieser umstrittenen Treibstoffsorte. Ich will gar nicht auf die technischen Fragen, wie geringeren Energiehaushalt, höhere Kosten, problematische Umweltbilanz und teils umstrittene Motorenverträglichkeit eingehen. Es sei nur eines angemerkt: Im Jahr 2010 wurden bereits 142 Millionen Tonnen Getreide zu Biosprit verarbeitet. Mit dieser Menge könnte man laut Greenpeace-Berechnungen 420 Millionen Menschen ein Jahr lang ernähren oder alle 8,4 Millionen Österreicherinnen und Österreicher 50 Jahre lang. Lebensmittel gehören daher auf den Teller und nicht in den Tank!"
(Zur Unterschriftenaktion gegen E10.)
Besonders beeindruckt ist der ARBÖ-Präsident von der Entwicklung und der Technik der beliebtesten Autos Österreichs. "Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Dass sich der Individualverkehr glänzend behauptet und, dass das auch in Zukunft so sein wird, ist Verdienst der Automobilindustrie, da diese nicht nur mit der Zeit geht, sondern ihr in vielen Bereichen weit voraus ist. Mehr Sicherheit und Komfort, weniger Energieverbrauch, dazu ein breites Portfolio an Individualisierungsmöglichkeiten machen den Erfolg aus", ist Dr. Hofer überzeugt.



