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Der Preis ist heiß

Omoda 5: Erste Ausfahrt mit dem Preisknaller.

Die Chinesen sind gekommen um zu bleiben. Nach dem Jaecoo 7 bringt Importeur Colmobil mit dem Omoda 5 ein weiteres SUV nach Österreich, dass - wie sein kantiger Bruder Jaecoo - dem chinesischen Chery-Konzern entstammt. Optisch geht der Omoda 5 jedoch einen anderen Weg und präsentiert sich in zeitgemäß schicker Crossover-Allerwelts-Optik.  Mit 4,4 Meter Länge ist er leicht kürzer als der Siebener-Jaecoo und zeigt somit ideale Alltags-Abmessungen.

Antriebsseitig steht ein 1,5-l-Vollhybrid-Benziner mit 225 PS Systemleistung zur Verfügung. Omoda verspricht im Schnitt 5,3 l/100 km, was wir bei einer ersten Testrunde durchaus bestätigen können. Der 1,83 kWh-Akku erlaubt dabei auch kurze Abschnitte immer wieder rein elektrisch fahren zu können. Überhaupt zeigt der Omoda 5 ein angenehm sicheres Fahrverhalten mit gut abgestimmtem Fahrwerk. Lediglich die Lenkung könnte einen Deut mehr Feedback liefern. Der Fronttriebler zieht bei Bedarf kraftvoll voran, das Brummen des Verbrenners ist bei Volllast zwar nicht dezent, aber auch nicht störend. Das alles reicht im Alltag, ist aber am Ende noch nicht auf dem Niveau der etablierten Konkurrenz.

Innen besticht der Omoda5 mit ansprechendem und feinem Interieur, besonderer Hingucker sind die edlen Blenden in Alu-Optik bei Fensterheber und Lautsprecher-Umrahmungen in den Türen – wirkt edel. Platzmäßig gibt es auf den vorderen Sitzen kaum etwas zu meckern, einzig als Fahrer würde man sich gern etwas mehr Raum für das linke Bein wünschen. Im Fond hingegen geht es aufgrund der nach hinten fallenden Dachlinie spürbar enger zu.

Umfangreich ist die Ausstattung an Bord, was in Anbetracht des Preises durchaus ein Hammer ist: EUR 26.490,- (Comfort) bzw. EUR 29.990,- (Premium mit zusätzlich u.a. 18-Zöller, 360-Grad-Kamera, Doppelverglasung vorn, Sitzheizung/-belüftung vorn, Schiebedach und Sony-Soundsystem) inklusive sieben Jahre Garantie sind eine Ansage. Überraschend jedoch: das Fehlen einer Navi. Wer eine Routenführung wünscht, muss sein Smartphone verwenden, dass kabellos via Apple CarPlay oder Android Auto gespiegelt werden kann.

In Summe ein gefälliger Kompakt-Crossover mit sparsamem Hybridantrieb, feiner Ausstattung und einem eindrucksvollem Preis-Leistungsverhältnis.