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Hitverdächtig
Skoda positioniert gleich zwei neue Elektromodelle – jeweils am unteren sowie am oberen Ende seines Portfolios: Mit dem kleinen Epiq und dem Siebensitzer-Flaggschiff Peaq (Kasten unten) will man den Erfolgskurs fortsetzen. „Der Epiq ist für das Volumen, der Peaq für die Marke”, fasst Skoda-Chef Klaus Zellmer bei der Präsentation die beiden Neuzugänge zusammen.
Mit 4,17 Meter Länge rangiert der Epiq (als elektrisches Pendant zum Kamiq) unterhalb des Elroq und fährt auf der gleichen Plattform wie seine Konzernbrüder VW ID. Polo und Cupra Raval. Skodatypisch gibt sich der Epiq geräumig, funktionell und grundsolide, vor allem beim Design. Erhältlich ist er in zwei Akkugrößen (38,5 kWh/LFP bzw. 55 kWh/NMC mit bis zu 430 km Reichweite) und in drei Leistungsstufen mit 116, 135 und 211 PS, sowie in drei Ausstattungsvarianten, alle Versionen übrigens mit Frontantrieb. Fürs Protokoll: Schnellladen geht beim großen Akku (Epiq 55) übrigens in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent.
In der von uns gefahrenen 211-PS-Version liefert der Epiq gehörig Dampf und zeigt auffallend viel Sportsgeist. Dank des tiefen Schwerpunkts, einer direkten Lenkung und seines straffen Fahrwerks kommt mit dem Klein-SUV überraschend viel Fahrfreude auf - fast schon Go-Kart-ähnlich.
Platzmäßig kann der Epiq durchaus als Familienauto herhalten, da muss man nicht unbedingt zum größeren Elroq greifen. Er ist zwar ähnlich groß wie der Kamiq (4,24m), bietet aber im Inneren deutlich mehr Raumgefühl. Mit 475 bis 1243 Liter Ladevolumen samt variablen Ladeboden plus 25 Liter Frunk wird man im Alltag gut auskommen.
Und sonst? An den Lautstärken-Slider haben wir uns noch immer nicht gewöhnt und die automatische Rekuperation je nach Fahrsituation ist auch nicht jedermanns Sache, sie kann aber deaktiviert werden.
Preislich startet der Epiq bei E 26.880,- (Essence 35), mit Finanzierungsbonus über die hauseigene Porsche-Bank sind es sogar E 19.980,-. Zum Vergleich: den Verbrenner-Bruder Kamiq bekommt man ab E 27.590,- (95 PS).
Unterm Strich liefert der Epiq einen rundum soliden und hitverdächtigen Auftritt und beweist, dass die neue elektrische Vier-Meter-Klasse voll und ganz erwachsen geworden ist.