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Jaecoo 7: Erste Ausfahrt mit dem China-SUV

Was kann der Tiguan-Gegner aus China in Range-Rover-Optik?

Wer den heimischen Automarkt verfolgt, wird gemerkt haben, dass vergangenes Jahr etliche China-Marken den Schritt nach Österreich vollzogen haben. Die meisten Marken aus Fernost sind hierzulande noch gänzlich unbekannt. Eine davon ist Omoda/Jaecoo, und mit dem Jaecoo 7 rollt das erste Modell dieser Marke aus Wuhu auf unseren Straßen. Wir konnten bereits eine erste kurze Ausfahrt mit dem neuen China-SUV in der PHEV-Variante rund um Wien machen.

Das 4,5 m-SUV präsentiert sich elegant und mit klassisch, kantigem Zuschnitt a la Range Rover, optisch durchaus gefällig und nicht zu auftragend. Einzig der Kühlergrill wirkt etwas überdimensioniert. Auf Fotos wirkt er übrigens größer und bulliger, als er in Wirklichkeit ist. Die von uns gefahrene Plug-In-Hybrid-Variante kombiniert einen 1.5-Liter-Turbo-Benziner (143 PS) mit einem Elektromotor und liefert eine Systemleistung von 255 kW/347 PS, rein elektrisch soll er bis zu 90 Kilometer schaffen (Gesamtreichweite bis zu 1200 km). An der Ladesäule sind bis zu 6,6 kW (AC) bzw. 40 kW (DC) möglich – keine Revolution, aber solide.

Im Fahrbetrieb zeigt sich der Fronttriebler von der komfortablen Seite. Er fährt sich sauber abgestimmt und hinterlässt einen angenehmen, sicheren Fahreindruck. Leistungsseitig zeigt es sich zwar zweifelsfrei kräftig jedoch nicht so spektakulär, wie seine Leistungsdaten am Papier vermuten lassen.

Innen verströmt der Jaecoo durchaus Wohlfühlambiente. Verarbeitung und Raumangebot überzeugen, auch im Fond gibt es ausreichend Platz für Bein und Kopf. Das Interieur präsentiert sich hochwertig, ist klar und nicht überfrachtet angerichtet und auch das Kunst-Leder wirkt nicht allzu „plastikhaft“. Blickfang ist der hochformatige 14,8-Zoll-Touchscreen, über den fast sämtliche Funktionen gesteuert werden.

Der PHEV kommt in zwei Ausstattungen (ohne Optionen) und startet bei EUR 35.990,- (Comfort), die Premium-Version kommt auf EUR 39.490,-. Ausstattungsmäßig sind beide Varianten bestens und umfangreich befüllt, in der Premium-Version verwöhnt das China-SUV u.a. noch mit Panoramaglasdach, Head-up-Display sowie Sitzheizung und -belüftung.

Neben dem Jaecoo 7, der auch als reiner Benziner mit Allrad angeboten wird (EUR 36.490,-/nur Premium), geht auch das kompakte Vollhybrid-SUV Omoda 5 an den Start. Heuer sollen mit dem Jaecoo 8 (siebensitziger Plug-in-Hybrid), dem Jaecoo 5 als Kompakt-BEV und dem Omoda 9 weitere Modelle folgen.

Jaecoo in Österreich


Die Marken Jaecoo und Omoda sind Teil von Chery Automobile, das 1997 in Wuhu (China) gegründet  wurde. Mit mehr als 100.000 Mitarbeitern ist Chery nicht nur der größte Automobilexporteur Chinas, sondern auch das erste Automobilunternehmen in China, das komplette Fahrzeuge, Motoren, Fertigungstechnologie und Ausrüstung auf den Weltmarkt exportiert. Das Vertriebs- und Servicenetz deckt heute mehr als 80 Länder und Regionen ab und sorgt dafür, dass Chery mit einer Ausfuhr von  über 1 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2024 größter Automobil-Exporteur in China ist. Die eigenständigen Marken Jaecoo und Omoda wurden speziell für die globalen Märkte entwickelt. „Omoda richtet sich an eine Design- und Lifestyle-affine Zielgruppe, während Jaecoo Urbanismus mit Off-Road-Fähigkeiten verbindet”, so der offizielle Pressetext. Als Österreich-Importeur für die Marken Omoda und Jaecoo fungiert die Colmobil GmbH. mit Sitz in Wien. Derzeit unterhält man 20 Standorte in Österreich, Ziel für Ende 2026 wäre eine Verdoppelung.