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Rund war gestern

Peugeot Polygon Concept. Sitze aus dem 3D-Drucker und ein besonderes Lenkrad - die mutige Studie gibt einen Ausblick auf einen künftigen Kleinwagen.

Es passiert nicht alle Tage, dass ein Autohersteller zur Testrunde hinter dem Steuer eines neuen Prototypen einlädt. In einer ehemaligen Fabrikshalle in Wien konnten wir erste Eindrücke mit Peugeots Polygon-Studie erfahren. Erfahren im wahrsten Sinne – denn die Kleinwagen-Studie, die einen Ausblick auf den neuen 208er gibt, kommt mit einerm völlig neuem Lenkkonzept. Bei dem kleinen Flügeltürer (unter vier Meter Länge) hat Peugeot das Thema Lenkrad völlig neu gedacht. Das rechteckige Hypersquare-Lenkrad erinnert in punkto Form an jene in der Formel Eins und kommt mit Steer-by-Wire-Technologie, also ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkung und Räder. Das Lenkverhältnis wird dabei tempoabhängig angepasst.

Erste vorsichtige Testrunde in der Fabrikshalle: Vorsichtig deshalb, denn das gefahrene Fahrzeug ist das weltweit einzige, Kosten rund drei Millionen Euro. Die Hände sind bei den oberen Lenkrad-Ausnehmungen plaziert. Geradeausfahren - kein Problem. Bei Slalomfahrt reicht bereits eine Viertel-umdrehung und man zirkelt um die Pylonen. Voller Einschlag (fürs Einparken) ist dann doch irgendwie irritierend, da auch dies vergleichweise wenig Lenkeinschlag erfordert.

Ob sich dieses Lenk-Ding durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Die Chance stehen jedenfalls gut, dass das Hypersquare-Lenkrad beim kommenden Peugeot 208, der im Herbst 2027 kommen soll, bereits mit an Bord ist.