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Fiat Grande Panda Hybrid
Tolle Kiste? Der Panda, seit Jahrzehnten als kleiner, nutzbarer Fiat bekannt, hat einen Wiedergänger bekommen. Er nennt sich Grande Panda – und das „Grande“ trifft es ziemlich auf den Punkt. Klar, das Spartanische des Urahns ist längst verflogen, allerdings auch die Schlankheit des Vorgängers. Rund zehn Zentimeter gibt es mehr in der Breite, in der Länge sind es gar 30 Zentimeter. Das macht in Summe fast vier Meter Länge, ein Wert, der vor einigen Jahren noch das Kompaktklassenformat abgesteckt hat. Während man sich hierzulande womöglich über den Größenzuwachs freut, werden das einige Römer ob ihrer engen Gassen vermutlich anders sehen, daher wird der Alte unter dem Namen Pandina noch mindestens zwei Jahre weitergebaut werden.
Warum ist der Panda nun also so gewachsen? Dafür gibt es mehrere Gründe: Der Wagen baut auf Stellantis’ CMP-Plattform auf, was ihn zu einem engen Verwandten von Alfa Romeo Junior, Citroën C3, Fiat 600, Jeep Avenger und Opel Corsa macht. Wer jetzt gerade aufmerksam wird und an die Elektroversionen eben genannter denkt, ist auch hier richtig: Auch den Panda gibt es als reine Elektrovariante (ab € 23.900,–; mehr in der nächsten Ausgabe) und beantwortet gleich die Frage: Batterien brauchen Platz.
Zurück zum Mild-Hybrid: Wie fährt er? In der Stadt lässt das Doppelkupplungsgetriebe etwas Feinschliff vermissen, besonders das Anfahren ist gelegentlich etwas ruckelig. Überraschend hingegen die Qualitäten auf der Autobahn: Man muss regelrecht Acht geben, dass einem der Kleine nicht unterm Gasfuß davonläuft. Richtig satt und erwachsen liegt er, gleichzeitig bleibt die Geräuschkulisse innen unerwartet leise. Das Platzangebot ist vorne wie hinten okay, es erstaunt lediglich die hohe Ladekante des (großen) Kofferraums.
Fiat Gr. Panda Hybrid ab - EUR 19.400,–
ARBÖ-Fazit:
Plus: Drolliges Design mit viel Liebe zum Detail, überraschende Autobahnqualitäten.
Minus: Erstaunlich hohe Ladekante, etwas unharmonisches Doppelkupplungsgetriebe.