Tests

Mazda CX-60 - Solider Sixpack

Sechs Monate mit sechs Zylindern – so hat sich der Diesel-Dauerläufer geschlagen.

Zehntausend Kilometer waren es am Ende, die wir in sechs Monaten mit dem Mazda CX-60 absolviert haben. Das große SUV zeigte sich dabei völlig problemlos und unauffällig – wobei, nicht ganz. Bei Dienstantritt im Sommer lieferte sich der Japaner einen kleinen Fauxpas: Eine nicht korrekte Füllstand-Kalibrierung des AdBlue-Tanks sorgte für einen spontanen Stopp im ARBÖ-Prüfzentrum Liezen – danach war wieder alles, wie es sein soll.

Übrigens, richtig gelesen – AdBlueTank! Für den Antrieb in unserem CX-60 ist nämlich ein 3,3-l-Dieselmotor zuständig. Das Besondere dabei: Mazda verbaut hier einen großen 3,3-l-Reihensechszylinder, was in Zeiten des allgemeinen Downsizings durchaus mutig ist. Der CX-60 ist übrigens aber auch als PHEV-Variante erhältlich.

Zurück zum Diesel: Dieser ist ein echtes Sahnestück. Der hochmoderne Reihensechser kommt mit Mildhybrid-Unterstützung (17 PS) und Segelfunktion und vereint hohe Laufkultur, Kraft und Top-Effizienz. Und dank Allradantrieb liefert der Mazda auch stets beste Traktion.

Effizient. Und sollte das im Freundes- und Bekanntenkreis bereits für große Augen sorgen, kann man noch nachlegen: 5,8 Liter! Verbrauch! Im Mix bei ehrlicher Gangart und ohne „Schleichfahrt“! Okay, nach Aufziehen der gröberen Winterreifen stieg der Durst noch etwas auf 6,1 l/100 km, aber hallo, immer noch ein hervorragender Wert für ein ausgewachsenes Zwei-Tonnen-SUV.

Das bevorzugte Revier des CX-60 ist und bleibt die Langstrecke. Auf der Autobahn wird er in Kombination mit dem modernen Selbstzünder zum Kilometerfresser. Rund 900 km gehen sich locker aus, und egal ob vollbesetzt, mit viel Gepäck oder bergauf: Der dicke Diesel schnurrt dabei meist unangestrengt und schiebt das Familien-SUV mit seinen fetten 550 Nm Drehmoment stets souverän voran. Passend dazu verwöhnt der Mazda mit edlem und feinem Interieur, alles sauber angerichtet und verarbeitet. Einzig der Platz im Fond könnte einen Deut größer ausfallen.

Unterm Strich ein feines FamilienSUV mit Premium-Feeling und als Diesel eine interessante Alternative für Vielfahrer.

 

Mazda CX-60 3.3 - EUR 62.050,–

Motor R6-Mildhybrid Turbodiesel; 3283 ccm
Leistung 187 kW/254 PS
Drehmoment 550 Nm bei 1500–2400/min
Antrieb 8-Gang-Automatik, Allradantrieb
L/B/H 4745/1890/1688 mm
Eigen-/Gesamtgewicht 1949/2516 kg
Kofferraum 570–1726 Liter
0–100 km/h; Spitze 7,4 s; 219 km/h
Anhängelast gebr./ungebr. 2500/750 kg
Testverbrauch 5,8–6,1 l/100 km
Verbrauch komb. 5,4–5,5 l/100 km
CO₂-Emission 138–142 g/km

Technische Daten

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Motor

R6-Mildhybrid Turbodiesel; 3283 ccm

Leistung

187 kW/254 PS

Drehmoment

550 Nm bei 1500–2400/min

Antrieb

8-Gang-Automatik, Allradantrieb

L/B/H

4745/1890/1688 mm

Eigen-/Gesamtgewicht

1949/2516 kg

Kofferraum

570–1726 Liter

0–100 km/h; Spitze

7,4 s; 219 km/h

Anhängelast gebr./ungebr.

2500/750 kg

Testverbrauch

5,8–6,1 l/100 km

Verbrauch komb.

5,4–5,5 l/100 km

CO₂-Emission

138–142 g/km

 

 

Aus dem Fahrtenbuch

Offen gesagt. Meinungen aus Redaktion und Umfeld zum Mazda CX-60: „Elegante Silhouette mit sportlicher Note.“ +++ „Kräftiger und kultivierter Dieselmotor, überraschend sparsam!“ +++ „Großes Auto, für Stadt und Alltag ziemlich wuchtig.“ +++ „Feines Interieur, logische Bedienung, Knöpfe!!!“

ARBÖ-Fazit:

Plus: Kräftiger Antrieb, sparsamer und geschmeidiger Dieselmotor, souveränes Reiseauto, gediegenes Interieur, umfangreiche Ausstattung. 

Minus: Vergleichsweise knapper Fond für diese Fahrzeuggröße, gefühlt schwerfällig im Stadtbetrieb, Verkehrszeichenerkennung nicht immer korrekt.