Tests

Mitsubishi Outlander 2,4 PHEV S-AWC

Kuschelbär

Das Testauto: Volle Hütte. Man will zeigen, was man kann. Und ja, das kostet exakt 12 Tausender mehr als der unten angegebene Einstiegspreis. Macht in Summe 63.990 Euro. Bumm. Aber: Er macht wirklich was her. Allein diese abgesteppten Ledersitze schinden gewaltig Eindruck. Die Ausstattungsliste liest sich wie ein Sammelsurium aller Komfortoptionen, die die Automobilindustrie im Talon hat. Und ehrlich: Der Mitsu hört preislich da auf, wo der technisch vergleichbare „Premium-Deutsche” beginnt.

Zu den Fakten: Das Hybridsystem ist absolut up to date. Unterschied zum Mitbewerb: Während dort die Hinterachse meist mit abgespeckter Traktionshilfe ausgerüstet ist, gibt es dort 100 kW, an der Front sind es 85 kW. Die 306 PS Systemleistung würde man dem Wagen bei einer Blindverkostung vermutlich nicht zutrauen, dafür darf man sich an der Steuerlast für nur 136 PS des laufruhigen Atkinson-Verbrenners erfreuen. Sportlicher Umgang passt ohnehin nicht zu dem Wagen, er will einen mit seiner weichen Federung einfach nur in Ruhe lassen. Wir wissen das zu schätzen. Der 22,7 kWh-Akku reicht leicht für rund 100 rein elektrische Kilometer, problemlos bis Autobahntempo. Will man volle Reichweite und fährt den Akku leer, so pendelt sich der Durchschnittsverbrauch bei 7,5 l ein, was in Ordnung scheint. Minuspunkte? Der Nadelfilz sowie kratzempfindliche Seitenverkleidungen im Kofferraum halten nicht mit dem Premium-Eindruck auf den Vordersitzen mit. Nicht unerwähnt bleiben darf die sensationelle Yamaha-Anlage.

Mitsubishi Outlander ab EUR 51.990,–

Technische Daten
Merkmal Wert
Motor Plug-in-Hybrid-Benziner, 2360 ccm
Systemleistung 225 kW / 306 PS
L / B / H 4719 / 1897 / 1750 mm
Testverbrauch 0–7,5 l/100 km
MVEG-Verbrauch (komb.) 0,8 l/100 km
CO₂-Emission 19 g/km
0–100 km/h; Spitze 7,9 s; 170 km/h
Kofferraumvolumen 495–1404 l

ARBÖ-Fazit:

Plus: Cleveres Zusammenspiel der Kräfte, gute elektrische Reichweite. Üppige Ausstattung bei tollem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Minus: Penetrante Assistenzsysteme nur umständlich abschaltbar, teils billig wirkende Kunststoffe.